Frankfurter feiern 30:7-Sieg

Galaxy Frankfurt fertigt Wiesbaden ab

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Frankfurt – Mit einem hochverdienten 30:7 (7:0/20:7/0:0/3:0) Erfolg gegen Gastgeber Wiesbaden Phantoms meldeten sich die Footballer der Galaktischen in der Mainmetropole zurück. Von Uwe Lange

Beim erstmalig ausgetragenen „Friday Night Bembel“, der an ähnliche Flutlicht-Events in der nordamerikanischen Profiliga NFL erinnern sollte, zeigten sich die Mannen von Galaxy-Headcoach Marcus Grahn in der Commerzbank Arena vor knapp 3600 Zuschauern den Footballern aus der Landeshauptstadt deutlich überlegen. Die hatten ihr Heimrecht aus PR-Gründen und auf Wunsch des Stadionbetreibers nach Frankfurt vergeben, so dass die Galaxy an der einstigen Stätte ihrer größten Erfolge offiziell als das Auswärtsteam auflief.

Der letztjährige Vizemeister der GFL2 aus Wiesbaden begann nervös, fing sich nach dem Kick-off bei eigenem Ballbesitz gleich zwei Strafen ein, so dass der erste Spielverzug verpuffte. Besser machten es die „Men in Purple“, die nach gut drei Minuten in Führung gingen. Der überragende Galaxy-Quarterback Emmanuel Lewis bediente seinen neuen Receiver David Jansa mit einem butterweichen Pass und der Mann aus Guatemala trug sich sofort mit einem Touchdown in die Frankfurter Geschichtsbücher ein. (Zusatzpunkt René Möll).

Das zweite Viertel brachte Spektakel: Zunächst setzte Receiver André Feuerherdt, Frankfurts Top-Scorer, seine lila Farben nach 15 Minuten auf den Anzeigewürfel (Zusatzpunkt erneut Möll), während Laurinho Walch (20.) mit seinem ersten Touchdown und dem 21:0 für die Galaxy für die frühe Vorentscheidung sorgte (Zusatzpunk Möll).

Wiesbaden schlug mit ihrem besten Spielzug zurück, Phantom-Quarterback Art Rubio setzte Patrick Hähnel gekonnt ein und dieser fand die Lücke in der ansonsten sicheren Frankfurter Defensive (Zusatzpunkt Tobias Kreuzer). Es folgte ein selbsterlaufener Touchdown durch Lewis, während der Zusatzpunkt durch Mölls Fehlversuch verschenkt wurde.

Leichtfertig besseres Ergebnis vergeben

Frankfurt vergab sogar leichtfertig ein noch besseres Resultat, als der Galaxy zwei weitere Touchdowns nach gelungenen Spielzügen gelangen, die seitens der Schiedsrichter berechtigterweise wegen Fouls keine Anerkennung fanden, was Cheftrainer Grahn an der Außenlinie sichtlich erzürnte. „Da ist noch viel Luft nach oben“, war der Frankfurter nur mit dem Ergebnis, nicht jedoch mit dem Spiel seiner Schützlinge zur Pause zufrieden.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie zusehends: Kampf, viele kleine Nickligkeiten und Unterbrechungen bestimmten nun das Spiel, sehr zum Leidwesen der meist den Frankfurtern zugetanen Fans, die stimmungsvoll an selige Galaxy-Zeiten in der NFL-Europa anknüpfen wollten.

Nur noch einmal jubelten die Fans in lila als René Möll aus 31 Yards Entfernung ein Field Goal erzielte und damit den Endstand von 30:7 herstellte.

Am Sonntag, 7. Juni (Kick-off: 15 Uhr) empfängt der neue Tabellenführer im ersten Heimspiel am Bornheimer Hang das Team aus Nürnberg, will nach drei Auswärtssiegen in Folge die heimischen Fans mitreißen.

Quarterback Emmanuel Lewis selbst freut sich schon sehr, dass er und seine Kollegen sich im Volksbank-Stadion präsentieren dürfen:

„Eine prima Truppe, da sind richtig gute Jungs dabei, die mir das Einleben in Frankfurt einfach machten“, fiebert der 27-jährige farbige Sonnyboy der Heimpremiere entgegen.

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