Zwei Gesichter im Abstiegskampf

Eschborns Kampf um den Klassenerhalt geht weiter

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Eschborns Kapitän Rouven Leopold setzt sich durch.

Eschborn – Turbulent verliefen die vergangenen Wochen für die Regionalliga-Kicker des FC Eschborn. Trainer Sandro Schwarz kündigte seinen Abschied für das Saisonende an. Auf dem Rasen zeigte der Aufsteiger erneut seine zwei Gesichter und steckt mitten im Abstiegskampf.

Am Sonntag um 14 Uhr steht das Derby beim FSV Frankfurt auf dem Programm.

„Wir müssen in den restlichen Spielen die Aufmerksamkeit auf unsere Aufgaben lenken“, betont Schwarz. Klingt nach einer Standardfloskel, macht mit Blick auf die Nebenschauplätze der zurückliegenden Wochen aber Sinn. So gab die Klubführung bekannt, dass Verein und Trainer künftig getrennte Wege gehen. Schwarz übernimmt ab der kommenden Saison die A-Jugend-Bundesligamannschaft des FSV Mainz 05. Der Ex-Profi (101 Erstligaeinsätze für die „05er“) kehrt somit an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor wenigen Tagen absolvierte der 34-Jährige seine letzten Prüfungen zur Zulassung als Fußballlehrer. „Das Engagement beim FSV Mainz ist eine reizvolle Aufgabe, um als Trainer die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.“ Ein Nachfolger für den Aufstiegscoach ist bereits gefunden – ebenfalls mit Mainzer Stallgeruch. Schwarz’ bisherige Assistenztrainer Dennis Weiland, 92 Erstligapartien für den FSV, soll die Mannschaft übernehmen. „Er kennt die bisherige Philosophie und kann prima an die Arbeit von Sandro Schwarz anknüpfen“, sagt Eschborns Sportlicher Leiter Marcus Klandt, der mit einer baldigen Einigung rechnet. „Es ist noch nichts unterschrieben, aber es geht nur noch um Details.“ Nachdem die Gerüchteküche zuletzt brodelte, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, Klarheit in der Trainerdebatte zu schaffen. „Jetzt können wir uns voll und ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren“, betont Klandt.

Damit ist der Klub auch gut beraten. Nach 26 Spieltagen belegt Eschborn den 16. Platz, der die Rückkehr in die Hessenliga bedeuten könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar, wie viele Teams aus den anderen Klassen auf- oder absteigen. Zwischen zwei und sechs Absteiger kann es geben.

Verzerrtes Tabellenbild

Ohnehin ist das Tabellenbild in der Regionalliga Südwest nach der Flut von Spielabsagen im Winter arg verzerrt. Die Konkurrenten der Eschborner haben bis zu drei Spiele weniger bestritten. So relativiert sich auch der neunte Platz des FCE in der Rückrundentabelle.

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Grund zur Sorge sieht Schwarz auch nach der jüngsten 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht: „Das war eine gute Leistung, mit der Niederlage kann ich leben“, sagt der scheidende Trainer. Mit der ausgeglichenen Heimbilanz (vier Siege, fünf Remis, vier Niederlagen) können die Eschborner sicher zufrieden sein. Auswärts zeigt die Mannschaft allerdings ein anderes Gesicht. In 13 Partien sprangen nur drei Siege heraus, bei einer Tordifferenz von Minus 13. Zuletzt gab es immerhin ein 2:0 bei der Reserve von Eintracht Frankfurt, die wie der FC Bayern Alzenau unter der Woche erfolgreich war und näher an den FCE heranrückte.

Beim FSV Frankfurt bietet sich den Eschbornern nun die Gelegenheit, die schwache Bilanz in der Fremde aufzubessern und die Bornheimer mit in den Abstiegsstrudel zu reißen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 0:0. Ein Ergebnis, mit dem die Eschborner am Sonntag sicher auch gut leben könnten. zin

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