Mittelmaß regiert beim Fußball-Hessenligist

Bei Eschborn hakt´s im Angriff

+
Kam vom SV Darmstadt 98: Rudi Hübner (links) erzielte fünf der acht Eschborn-Tore.

Eschborn – Das Gefühl hat Stephan Adam nicht getrogen. „Der Prozess wird noch einen Moment dauern. Insbesondere in den ersten Spielen wird nicht alles perfekt funktionieren, da müssen wir über Leidenschaft und Wille gehen“, hatte der Trainer des 1. FC Eschborn vor Saisonbeginn gesagt.

Eine Einschätzung, die nicht nur statistisch belegt wird. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen belegt der Hessenligist den achten Platz und zeigte in den sieben Partien zwei Gesichter.

Bei den Siegen gegen Hadamar (1:0) und dem SV Wehen Wiesbaden (4:1) präsentierten sich die Eschborner in einer starken Verfassung. In den Duellen mit Flieden, Lohfelden und RW Darmstadt zeigten sie gute Ansätze, kamen aber über eine Punkteteilung nicht hinaus. Negativer Höhepunkt war die jüngste Vorstellung beim FC Ederbergland. Noch mangelt es dem FCE an Sicherheit und Zutrauen, um auf Rückschläge die passende Antwort zu geben. „Wir werden dann nervös und verlieren die Spielkontrolle“, sagt Adam, der in der Sommerpause von RW Darmstadt nach Eschborn wechselte. Die fehlende Sicherheit kommt für ihn nicht überraschend. „Wir haben eine komplett neue Mannschaft, da müssen sich die Spielsysteme und Laufwege erstmal einprägen.“

Umbruch im Kader

Lesen Sie auch:

Eschborn setzt Regionalliga-Kurs fort

Nach der erfolgreichen Spielzeit 2013/2014, die der FCE auf dem dritten Tabellenplatz abschloss, gab es erneut einen großen Umbruch. 18 Spieler verließen den Verein oder schlossen sich dem Reserveteam an. Dem gegenüber stehen 14 Zugänge, darunter namhafte Spieler, die auf höherem Niveau spielten. Vor allem mit der Verpflichtung von Rudi Hübner bewiesen die Eschborner ein glückliches Händchen. Der einstige Publikumsliebling vom SV Darmstadt 98 (37 Drittligaeinsätze) erzielte fünf der acht FCE-Treffer und rangiert damit auf Platz zwei der Hessenliga-Torschützenliste. Auch Daniel Henrich (früher Kickers Offenbach) und Markus Hofmeier (FSV Frankfurt) bringen Dritt- und Zweitliga-Erfahrung mit. Hinzu kommt mit Viktor Krist ein erfahrener Abwehrchef, der von Adam gleich zum Kapitän bestimmt wurde. „Spieler wie Viktor Krist und Rouven Leopold müssen den Takt vorgeben. Natürlich gehören alle anderen Spieler ebenso dazu. Ich möchte nicht nur Ja-Sager, sondern mündige Spieler“, sagt Adam. Weiter fehlen werden Christopher Nguyen, Daniel Henrich und Velibor Velemir.

Aufsteiger Steinbach, den Adam als Geheimfavorit auf dem Zettel hat, blickt auf eine imposante Entwicklung zurück. Vor sechs Jahren kickte der TSV noch in der B-Liga und schaffte den Durchmarsch bis in die Hessenliga. Nach sechs Spielen hat der Tabellenführer bereits 16 Punkte auf dem Konto. zin

Kommentare