Erstes Heimspiel für die Eintracht:

Gegen Augsburg will die SGE den ersten Dreier

Frankfurt – Endlich rollt der Bundesliga-Fußball auch wieder in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Die SGE begrüßt am Samstag um 15.30 Uhr zum ersten Heimspiel mit dem FC Augsburg das Überraschungsteam aus der vergangenen Saison. Von Oliver Haas 

Nach der unglücklichen und vermeidbaren 1:2-Niederlage im ersten Saisonspiel beim VfL Wolfsburg steht die Eintracht schon etwas unter Druck. Denn trotz aller Lobeshymnen nach der knappen Niederlage beim Bundesligaschwergewicht: Sollte das heutige Heimspiel (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg verloren gehen, ist der Fehlstart für die SGE perfekt. Die Bilanz gegen die Oberschwaben spricht für ein solches Szenario. Sechsmal trafen die Eintracht und der FC Augsburg in der ersten Bundesliga bislang aufeinander. Nur einmal siegte die SGE, zweimal gab es ein Remis und drei Mal gewannen die Augsburger. Allerdings kann die Eintracht auch auf ihre derzeitige Heimstärke hoffen. Seit elf Spielen ist sie in der Commerzbank-Arena ungeschlagen, konnte sieben Partien davon siegreich gestalten. Das Bundesliga-Heimspiel-Comeback von Trainer Armin Veh gegen seinen alten Club Augsburg wird vor ordentlicher Kulisse stattfinden. Bislang meldete die Eintracht 42.200 verkaufte Tickets.

Václav Kadlec mit Neuanfang in Frankfurt

Erstmals wird auch neue Torwart Lukas Hradecky eine Atmosphäre erleben, die er aus der dänischen Liga bei seinem Ex-Klub Bröndby IF so nicht kennt. Es bleibt aus Eintracht-Sicht zu hoffen, dass der Finne nicht so nervös agiert, wie sein Konkurrent Heinz Lindner bei seinem Heimspieldebüt. Denn: Im ausverkauften Testspiel gegen den FC Tokyo patze der Österreicher gleich zweimal. Für SGE-Stürmer Václav Kadlec kann das Spiel gegen Augsburg ein Neuanfang bei den Hessen sein. Dabei könnte der gelernte Stürmer eine neue Rolle bei der Eintracht erhalten. Der linke Flügel ist derzeit sowas wie die Achillesferse bei der SGE. Takashi Inui konnte gegen Wolfsburg wieder nicht überzeugen und wurde nach 45 Minuten ausgewechselt. Neben Luca Waldschmidt, Joel Gerezgiher und Mijat Gacinovic könnte Veh im ersten Heimspiel auch mit Kadlec auf dieser Position überraschen. Im Training unter der Woche wurde der Tscheche zumindest bereits auf der Position getestet.

Alexander Meier ist wieder im Training

Verzichten muss die Eintracht weiterhin auf Marc Stendera, der derzeit an einer Zerrung im linken Oberschenkel laboriert. Ebenso schmerzlich vermisst wird Torschützenkönig Alexander Meier, der in dieser Woche vier Monate nach seiner schweren Knieverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war. Wann der 32-Jährige allerdings wieder in der Bundesliga auf Torejagd gehen kann, ist noch ungewiss. Im Kader der Eintracht könnte bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch mal Bewegung kommen. Schlechte Karten hat Slobodan Medojevic, der in den Planungen von Trainer Veh wohl keine Rolle mehr spielt. Im defensiven Mittelfeld scheint für den 24-Jährigen kein Platz mehr zu sein. Gleiches gilt Medienberichten zufolge für David Kinsombi, bei dem die Zeichen ebenfalls auf Abschied stehen.

Großkreutz-Wechsel geplatzt

Heiß diskutiert wurde in dieser Woche ein Wechsel von Kevin Großkreutz. Die Eintracht will für den beim BVB aussortierten Weltmeister keine Ablöse zahlen. Doch folgende Aussage von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Mittwoch hat die Eintracht-Verantwortlichen abgeschreckt und der Transfer kommt wohl nicht zustande: „Wer einen Spieler von Borussia Dortmund verpflichten will – das ist ja legitim – und glaubt, dass man ihn ohne Ablöse bekommt, der träumt. Das wird es überhaupt nicht geben.“ Die Verpflichtung von Großkreutz hing ohnehin an der Personalie von Takashi Inui, der in Spanien umworben wird. Doch das Angebot für den Japaner sei laut Manager Bruno Hübner ohnehin „kein Traumangebot“. Auch um Ex-Eintrachtler Sebastian Jung buhlt die Eintracht weiter. In Wolfsburg konnte sich der 25-Jährige bislang nicht durchsetzen. Im Spiel gegen die SGE saß er ebenfalls nur auf der Tribüne. Doch eine Rückholaktion nach Hessen scheint erst wieder im Winter aktuell zu werden, da Wolfsburg ihn laut Trainer Veh bislang noch nicht ziehen lassen will.

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