Letzter Strohhalm der Eintracht nach Europa:

Miese Ausgangsposition für die SGE in Dortmund

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Eintracht Trainer Schaaf weiß: Nur ein Sieg Dortmund hilft beim Kampf um den Einzug in die Europa League

Frankfurt - Zwei gelbgesperrte Spieler, einige Verletzte und die Gewissheit, dass die Eintracht seit dem Fehlen von Alex Meier in den vergangenen zwei Spielen kein Tor mehr erzielt hat – das ist die Ausgangsposition für das Europa League-Entscheidungsspiel in Dortmund. Von Axel Grysczyk

Greift die Eintracht nach dem letzten Strohhalm, der sie in die Europa League führt? Dafür muss die Eintracht in Dortmund gewinnen. Denn nur, wer in diesem Verfolgerduell als Sieger vom Platz geht, darf sich weiter Hoffnungen machen, noch ins Rennen um Platz sieben – der eventuell für die Qualifikation zur Europa League ausreicht – einzugreifen. Doch fest steht auch, dass dieses Vorhaben schwer wird umzusetzen, weil gleich mehrere Spieler fehlen. Definitiv nicht dabei sind die gelbgesperrten Bastian Oczipka und Bamba Anderson. Darüber hinaus fehlen die langzeitverletzten Marco Russ und Alex Meier.

Lucas Piazon könnte ins Team rücken

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Gerade das Fehlen von Alex Meier hat dramatische Folgen: In den beiden vergangenen Spielen – in denen er gefehlt hat – gegen Bayern München und daheim gegen Borussia Mönchengladbach erzielte die SGE keinen eigenen Treffer. Nun fällt noch ein weiterer Leistungsträger aus. Stefan Aigner wird wohl aufgrund muskulärer Probleme bis heute Nachmittag nicht mehr fit. Für ihn könnte Lucas Piazon ins Team rücken. Darüber dürfte Coach Thomas Schaaf am meisten grübeln. Und auch hinter dem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Duos Slobodan Medojevic (Adduktorenzerrung) und Carlos Zambrano stehen noch Fragezeichen. Wegen seines Muskelfaserrisses hatte der Peruaner Zambrano die vergangenen beiden Partien verpasst. Keine guten Vorzeichen also, um nach Europa durchzustarten. Dazu kommt, dass auch in Dortmund jeder weiß, dass nur mit einem Heimsieg gegen die Frankfurter die Chance besteht, weiter zu dem europäischen Wettbewerb zu schielen. Es sei denn, man putzt nächste Woche die Bayern daheim im Pokal-Halbfinale.

Letzter Eintracht-Sieg in Dortmund 2010

Für Noch-BVB-Trainer Jürgen Klopp hat die Bundesliga absolute Priorität. „Platz sieben von Platz 18 kommend zu bekommen, wäre nicht so schlecht“, sagte Klopp im Vorfeld. Die seit Wochen verletzten Leistungsträger Marco Reus und Lukasz Piszczek dürften gegen die SGE wieder dabei sein. Besonders brisant ist, dass sowohl Dortmund als auch die Eintracht noch auf die direkten Konkurrenten um Platz sieben treffen. Bei den Aufeinandertreffen mit Hoffenheim und Bremen haben es sowohl die Schwarz-Gelben als auch die Eintracht selbst in der Hand, Platz sieben klarzumachen. Vorausgesetzt ein Team kann heute einen Dreier erzielen. Die vergangenen Auftritte der Eintracht in Dortmund waren wenig vielversprechend. 4:0, 3:0 und 3:1 endeten die jüngsten Partien im Signal-Iduna-Park. Hoffnung macht da schon eher der 3:2-Erfolg der Eintracht in Dortmund am 7. Februar 2010. Damals gelang der Eintracht der Siegtreffer nach vorherigen Toren von Benjamin Köhler und Sebastian Jung in der 74. Minute. Umjubelter Schütze damals: Alex Meier – doch der fehlt ja gegen Dortmund...

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