Küsschen von der Bundeskanzlerin

Champions League-Sieger: FFC-Mädels feiern ausgelassen

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Zunächst wurde noch auf dem Feld gefeiert, dann machten die Mädels Berlin unsicher.

Berlin – Was für ein Triumph! Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben durch ein 2:1 gegen Paris St. Germain in Berlin die Champions League gewonnen. Von Manfred Schäfer

Es war eine rauschende Nacht nach dem großen Triumph. Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Mädels den großen Sieg. Erst im Hotel Park Inn bei er offiziellen Feier und dann im Club Avenue. Es war schon hell, als das Team zurück ins Hotel kam.

Vor allem Trainer Colin Bell war völlig überwältigt. Nach dem Schlusspfiff rannte der Engländer über den halben Platz und drosch den Spielball noch mal in das Tor, in das der Siegtreffer gefallen war.

Bell verdrückte auch eine Träne bei der Siegerehrung: „Es war der größte Moment in meiner Trainerlaufbahn. Ich musste in dem Augenblick an meinen Vater und meine Mutter denken. Ich hätte mir gewünscht, sie hätten es noch erlebt.“

Bundeskanzlerin knutscht Manager Dietrich

Auch für Manager Siggi Dietrich war es ein großer Moment. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Siegerehrung vornahm, drückte ihm einen Schmatzer auf die Wange: „Ich war völlig überrascht.“

Doch nach der Feier ist vor der nächsten Saison. Trotz des großen Triumphs droht die erfolgreiche Mannschaft auseinander zu fallen. Bianca Schmidt und Eigengewächs Svenja Huth wechseln zum Konkurrenten Turbine Potsdam. Jessica Fishlock ist schon nach Amerika zurückgegangen. Torschützenkönigin Celia Sasic hat ihren Vertrag gekündigt. Sie überlegt noch, was sie in Zukunft macht. Auch bei Vero Boquete sieht es nach Abschied aus.

Schwere Zeiten für Siggi Dietrich, der sich aber kämpferisch gibt: „Wir haben gezeigt, dass wir uns gegen die Konkurrenz der Mannschaften aus großen Männer-Vereinen durchsetzen können. Deshalb war der Sieg auch so wichtig. Jetzt können wir weiter im Konzert der Großen mitspielen.“

Am Freitag stand dann noch der Empfang im Frankfurter Römer an, und jetzt sind die Mädels froh, dass es erst mal in den Urlaub geht.

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