Frankfurter Eishockey-Cracks nicht zu stoppen

Löwen wollen auch in Leipzig beißen

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Den Puck im Blick und stets obenauf: So präsentieren sich die Löwen Frankfurt derzeit. In dieser Szene setzt sich James Jarvis (Nummer 89) gegen seinen Gegenspieler durch.

Frankfurt - Wie ein Märchen liest sich derzeit die Erfolgsstory der Löwen Frankfurt. „Tim Kehler  und seine 40 Siege“ werden mit Sicherheit in das Buch der Rekorde ihre verdiente Aufnahme finden. Heute Abend geht’s nach Leipzig. Von Uwe Lange 

Nach dem erfolgreichen Auftakt in der Qualifikation zur Aufstiegsrunde, bei dem sich die Löwen mit zwei deutlichen Erfolgen gleich wieder auf Platz eins der Tabelle setzten, steht für das Team um Kapitän Stephan Kreuzmann  nur ein Spiel am Wochenende auf dem Programm. Das findet auf Bitten des Heimteams am für Eishockey-Matches eher ungewöhnlichen Samstagabend statt und führt die Frankfurter zum Champion des Ostens nach Leipzig.

Leipzig gilt als besonders heimstark

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Mit den Ice Fighters erwartet die Löwen die wohl härteste Nuss dieser Runde, die es zu knacken gilt. Das Team der Ex-Frankfurter Hockey-Legende Mannix Wolf, nun Trainer der Sachsen, hat ähnlich souverän wie die Frankfurter im Westen den Meister-Titel des Ostens eingefahren. Das Team gilt als besonders heimstark in seiner kleinen Ausweich-Heimspielstätte in Taucha, wo man in einer zelt-ähnlichen Konstruktion mit emotionalen und laustarken Anhängern das Unmögliche möglich machen will. Star des Teams ist deren Torjäger Florian Eichelkraut, der mit den beiden Importspielern Gale und Vrba die Aktivposten der Leipziger stellt.
Löwen-Bändiger Tim Kehler freut sich sehr auf die kommende Aufgabe: „Jetzt beginnt doch die Phase, auf die wir uns die ganze Zeit gezielt vorbereitet haben, jetzt wird es ernst. Meine Mannschaft wird kein Team unterschätzen, jedes Match wird für uns zu einer Art Endspiel, hat Playoff-Charakter“, weiß der 42-jährige Kanadier um die Bedeutung der nächsten Wochen für seine Farben.

Kehler überlies nichts dem Zufall, besorgte sich eine Vielzahl von Videos seiner kommenden Gegner oder fuhr sogar zu den Spielen der Konkurrenz, um sich über Spielstärke und Taktik sein eigenes Bild zu machen. So sind die Löwen auch schon am Freitag nach Leipzig anreist und haben dort übernachtet, um sich in einer Trainingseinheit am Vormittag des Spiels an die ungewohnten Verhältnisse zu gewöhnen, die so manchem Favoriten vor ihnen zum Verhängnis wurden.

Viele hundert Fans reisen mit

Begleitet wird das Team aus der Mainmetropole von über 300 Fans, die in mehreren Sonderbussen und Privatwagen die gut 400 Kilometer nach Sachsen auf sich nehmen, um ihre Kufencracks lautstark zu unterstützen und unbedingt Sieg Nummer 41 in Folge bejubeln wollen. Die weiteste Anreise zu dem Spiel nimmt die Schwester des Löwen-Stürmers Richie Mueller  auf sich, die mit ihrem Ehemann aus Chicago kommend, ihren Bruder unbedingt live sehen will.

Norman Martnes wahrscheinlich auf der Bank

Fraglich ist auf Seiten der Löwen der Einsatz von Stürmer Norman Martens, der seit dem Hannover-Spiel an einer Leistenverletzung laboriert und diese Woche im Training Schonung auferlegt bekam.

Ansonsten werden alle 22 Akteure des Löwen-Kaders den Bus in Richtung Leipzig besteigen, um dem Märchen ein weiteres Kapitel hinzuzufügen – mit einem Sieg den 41. Erfolg in Folge perfekt zu machen.

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