Torspektakel am Ratsweg

Frankfurter Löwen vermöbeln Kaufbeuren mit 10:3

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Clarke Breitkreuz netzt zum 6:1 ein.

Frankfurt – Nach zuletzt vier sieglosen Spielen kehrte Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt mit einem 10:3-Kantersieg über den ESV Kaufbeuren in die Erfolgsspur zurück. Von Uwe Lange

4.000 Besucher freuten sich am heimischen Ratsweg über die Treffer von Brett Breitkreuz (2), Nils Liesegang (2), Lukas Laub, Norman Martens, Nick Mazzolini, Clarke Breitkreuz, Richie Mueller und Matt Tomassoni nach der wochenlangen Torflaute, die ihr Team zwischenzeitlich sogar auf Rang vier der Tabelle zurückfallen ließ. Löwen-Bändiger Tim Kehler musste nur auf den Langzeitverletzten Kris Sparre verzichten, hatte dafür seine Angriffsreihen ob der Erfolglosigkeit der vergangenen Wochen kräftig durcheinander gewirbelt. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, der US-Amerikaner

„Wir müssen den Sch….-Puck einfach nur ins Netz hauen!“

Nick Mazzolini hatte vor dem Match eine pragmatische Losung ausgegeben: „Wir müssen den Sch….-Puck einfach nur ins Netz hauen!“ meinte der Publikumsliebling erkannt zu haben, wie er und seine 20 Kollegen die Pechsträhne beenden könnten. Der Gast aus dem Allgäu sah sich von Beginn an stürmischen, fast wütenden Angriffen der Löwen ausgesetzt, die sich scheinbar den ganzen Frust der letzten Wochen an diesem Abend von der Seele schießen wollten. Den Bann brach aber erst das Tor von Brett Breitkreuz (12.) in Überzahl, dem Lukas Laub schon bald (17.) das 2:0 folgen ließ, als er im Torraum nachsetzte. Fast postwendend jedoch der Anschlusstreffer der Allgäuer (18.), die einen ihrer wenigen gefährlichen Konter erfolgreich beendeten.

Nimmersatte Löwen im letzten Drittel

Im Mittelabschnitt machte das Heimteam weiterhin Dauerdruck, ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Kaufbeurer Tor. Die Belohnung waren die Einschläge von Norman Martens (24.) und Nick Mazzolini (25.), die dem jungen Kaufbeurer Ersatztorwart Marc-Michael Henne binnen 90 Sekunden zwei Eier ins Nest legten.

Das letzte Drittel sah nimmersatte Löwe und beim Gast in der Abwehr alle Dämme brechen, zumal die Kaufbeurer der Angriffswucht der Löwen nichts mehr entgegen zu setzen hatten, ihren jungen Schlussmann dabei viel zu oft schmählich im Stich ließen. Gleich sechsmal musste der 22-Jährige in den letzten 20 Minuten hinter sich greifen, die Einschläge praktisch im Minutentakt konnte er jedoch trotz einiger weiterer Rettungstaten nicht verhindern.

Kehler: "Endlich ist der Knoten geplatzt

Löwen-Coach Tim Kehler war natürlich zufrieden, „dass endlich wieder der Knoten platzte, die Niederlagenserie beendet wurde“, zumal sich gleich acht verschiedene Akteure in die Torschützenliste eintrugen. Seine Farben verbesserten sich mit diesem Sieg auf Rang zwei im Klassement, können nun den beiden kommenden Auftritten im Osten der Republik mit mehr Optimismus begegnen. Am Sonntag geht es für die Löwen zunächst zum Namensvetter nach Dresden, der Überraschungsmannschaft der noch jungen Saison. Der Tabellendritte brachte vor zwei Wochen den Hessen mit 4:2 eine schmerzhafte Heimniederlage bei, stürzte so den damaligen Spitzenreiter vom Thron. So wollen die Frankfurter in Sachsen ihren Kantersieg vom Freitag bestätigen und unbedingt für diese als solche empfundene Schmach Revanche nehmen, um dann am Montag bei der internen jährlichen Halloween-Party unbeschwert abfeiern zu können.

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