Samstag geht´s los in der DEL2

Frankfurter Löwen sind heiß auf die Adler Mannheim

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Marton Vas (links) und Torwart Bryan Hogan können gegen Mannheims Martin Buchwieser Schlimmeres verhindern. Die Löwen verloren die letzte Partiegegen die Adler mit 3:5.

Frankfurt – Endlich wieder Eishockey: Die Fans der Löwen Frankfurt erwarten sehnsüchtig die kommende Spielzeit in der DEL2. Am kommenden Samstag geht´s aber erst einmal gegen den amtierenden deutschen Meister. Von Uwe Lange

Genau 139 Tage nach dem Aus im Playoff-Halbfinale gegen Bremerhaven steigt (Samstag, 29.8., 19.30 Uhr) der erste Auftritt der mainischen Kufencracks am Ratsweg vor heimischer Kulisse. Und kein Geringerer als der amtierende Deutsche Meister Adler Mannheim wird die neue Saison eröffnen, reist zu einem freundschaftlichen Vergleich in die Mainmetropole. Der klassenhöhere Rivale löst damit sein Versprechen zu einem Rückspiel aus der Vorsaison ein, als die Löwen in der Quadrate-Stadt ein achtbares 3:5 vor über 10.000 Zuschauern erreichten. Damals waren Nils Liesegang (2) und Norman Martens für die Frankfurter erfolgreich, die auch beide in der neuen Spielzeit das Löwen-Trikot wieder tragen werden.

Trainer Tim Kehler will Team zu Champions formen

Zu ihnen gesellen sich aber gleich acht Neuzugänge, die Sportdirektor Rich Chernomaz auf Wunsch seines Trainers Tim Kehler unter Vertrag nahm. Der hatte nach der gelungenen Debut-Saison in der Zweiten Liga „eine punktuelle Verstärkung des Teams“ gefordert, um „eine Mannschaft zu formen, die einmal das Zeug zum Champion hat“, sprach der Kanadier schnell Klartext und definierte die Ziele der kommenden Jahre. Der akribische Arbeiter Kehler, der bereits in seine dritte Spielzeit am Main geht, bereitete sein Team im zweiwöchigen Trainingscamp beim Oberligisten Duisburg auf die kommenden Aufgaben vor: „Ich bin zufrieden mit meinem Kader, denn wir haben uns die Spieler geholt, die zu uns passen und attraktives Hockey bieten sollen.“ Aus der DEL1 sorgten Namen wie Kris Sparre oder Brett Breitkreuz als Neuzugänge bei der Fangemeinde für eine freudige Erwartungshaltung, während andere Akteure wie Mike Card, Matt Tomassoni und Felix Thomas bei ihren alten DEL2-Clubs echte Leistungsträger waren. Die Abteilung „Jung und hungrig“ sendet mit Nico Oprée und Lukas Laub ihre Botschafter, während der letzte neue Kanadier Mike Hammond noch für viele als unbeschriebenes Blatt gilt, der sich in Europa erst empfehlen muss.

3000 Mannheimer Fans werden erwartet

Alle dürfen sich auf eine große Kulisse bei ihrem Heimdebüt freuen, denn der Vorverkauf lässt auf eine ausverkaufte Arena schließen, da auch die Mannheimer Gäste viele ihrer Fans mit in den Löwen-Käfig bringen wollen. Fast 3000 Adler-Fans sollen sich ihre Tickets gesichert haben, um einen Erfolg ihres Meisterteams in Frankfurt zu erleben, was den Stellenwert dieses in Deutschland einmaligen Derbys dokumentiert, bei dem es nie „Freundschaftsspiele“ gab, jeder Zentimeter Eis stets hart umkämpft war. „Wir Mannheimer vermissen Euch Löwen“, hatte deren Stadionsprecher Udo Scholz schon im August 2014 den Frankfurtern Mut für die Zukunft gemacht, „das waren immer die Spiele mit dem größten Reiz und der tollsten Stimmung“.

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