Sieg beim ersten Liga-Spiel

Jubel-Stimmung bei den Löwen

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Torschütze und Matchwinner Nick Mazzolini mit dem Goldhelm freut sich mit seinem Team-Kollegen über den ersten Löwen-Sieg

Frankfurt - Jubelnd rissen die 20 Spieler der Löwen Frankfurt die Arme nach oben, denn soeben hatten sie mit dem 5:4 (0:0; 4:3; 1:1) den ersten Heimsieg  in der neuen Spielklasse eingefahren.

Erleichterung pur herrschte rund um den Ratsweg nach dem schwer erkämpften Erfolg über die Lausitzer Füchse, den die gut 3.500 Besucher wie eine kleine Meisterschaft feierten. Für die Löwen trafen Nick Mazzolini (2), Richie Mueller, Henry Martens und Clarke Breitkreuz ins Gästegehäuse. Das Team aus Weißwasser entpuppte sich als der erwartet unbequeme Gegner, der aus einer sehr kompakten Defensive agierte, auf Fehler der Frankfurter lauerte. In den Kader der Löwen war Verteidiger James Jarvis nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause wieder zurückgekehrt, rückte sofort wieder an die Seite seines kongenialen Partners Marton Vas, was der Abwehr der Heimmannschaft mehr Stabilität verlieh. Die hatte Frankfurts´ Coach Tim Kehler zu mehr Disziplin und Aufmerksamkeit im Defensivverhalten aufgefordert, exakteres Aufbauspiel mit präzisem Zuspiel verlangt sowie den Zug zum gegnerischen Tor mit schnellem Abschluss.

Nach dem torlosen ersten Drittel hatten seine Schützlinge die guten Vorsätze wohl in der Kabine gelassen, denn binnen 70 Sekunden gingen die Gäste aus Weisswasser durch grobe Nachlässigkeiten der Löwen-Abwehr mit zwei Toren in Führung. Kollektives Entsetzen im Stadionrund, die nächste Niederlage des Aufsteigers schien fast vorprogrammiert und unvermeidbar. Doch die Löwen haben seit einigen Wochen mit ihrem letzten Neuzugang Nick Mazzolini einen Akteur in ihren Reihen, der die Worte „Unmöglich“ und „Aufgeben“ nicht in seinem Wortschatz führt. Der 30-jährige US-Boy aus Anchorage setzte nur zwei Minuten danach mit dem 1:2 Anschlusstreffer das erste Zeichen, dem Flügelflitzer Richie Mueller 18 Sekunden später mit einem fulminanten Sonntagschuss in den Winkel den Ausgleich folgen ließ. Jetzt wollte der Routinier aus Alaska das Eis gar nicht mehr verlassen, seine Reihe mit Kyle Ostrow und dem nach seiner Sperre zurückgekehrten Torjäger Clarke Breitkreuz, schien pausenlos auf dem Eis zu stehen.

Auch die erneute Gäste-Führung glich Mazzolini mit einem sehenswerten Tor aus, dem Sturm-Kollege Clarke Breitkreuz nach toller Vorarbeit von Lanny Gare sogar in Unterzahl das wohl entscheidende 4:3 noch vor der Schlusssirene des zweiten Abschnitts folgen ließ. „Wir haben einen neuen Star“ war die einhellige Meinung der begeisterten Löwen-Fans zum Auftritt von Nick Mazzolini, der als punktbester Akteur den Goldhelm zu Recht trägt, mit dem die Liga-Verantwortlichen den herausragenden Spieler eines Teams benennen wollen. Mazzolini selbst blieb gelassen nach seiner Gala-Vorstellung: „Wir haben als Team die richtigen Wege zum besseren Hockey gefunden, der Einzelne ist da nicht ausschlaggebend“ sah der sympathische Amerikaner sich nicht in der Rolle des Stars, sondern lediglich als Teil des Gesamtwerks. Auch der in Las Vegas lebende Golf-Profi Alex Cejka, der auf Einladung der Löwen dem Spiel zuschaute, war angetan vom Gesehenen: „Das hat Spaß gemacht, in zwei Monaten komme ich erneut, feuere die tollen Jungs wieder an“. Heute geht es für die Löwen zum Meisterschaftsfavoriten nach Landshut, wo die Trauben bekanntlich sehr hoch hängen.

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