Löwen gegen Neuss

Frankfurter Löwen feiern Schützenfest

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Jubel bei den Frankfurter Löwen! Gegen Neuss hatten die Raubkatzen vom Main schon im Dezember des vergangenen Jahres gewonnen.

Neuss - Mit einem 21:0-Kantersieg (6:0/6:0/9:0) kehrten die Löwen Frankfurt vom Auswärtsspiel in Neuss zurück und setzten sich somit am 6. Spieltag der Oberliga verlustpunktfrei an die Tabellenspitze. Von Uwe Lange

Gegen die hoffnungslos überforderten Gastgeber warenRichard Mueller (3), Clarke Breitkreuz (2), Christian Wichert (2), Chris Stanley (2), Patrick Schmid (2), Norman Martens (2), Marc Wittfoth (2), David Cespiva, Marton Vas, Tim Ansink, Frederik Gradl, Nils Liesegang und Roland Mayr die Torschützen für das Team vom Main. Es war das erste Spiel von zwei Auswärtsvergleichen innerhalb von nur 48 Stunden, bei denen die Löwen ihre Visitenkarte im Westen abzugeben haben. Schon das Freitags-Match zeigte aber die große Problematik dieser Spielklasse auf, in der lupenreine Amateure wie die Neusser Akteure auf Profis wie das Frankfurter Ensemble treffen. Schuld daran sind Verbandsfunktionäre in Nordrhein-Westfalen, die Regionalliga-Teams wie Neuss in die nächsthöhere Liga trotz fehlender sportlicher Qualifikation zwingen, den am Aufstieg in die neue Zweite Liga interessierten Hessen aber „aus sportlichen Gründen“ dies verwehren. So verzeichneten die Neusser in der Begegnung gegen die Löwen mit über 200 Besuchern einen „Rekordbesuch“, der sich aber zum Großteil aus reiselustigen Fans der Mainmetropole zusammensetzte. Neuss-Trainer Uwe Malz stand nicht nur an der Bande, sondern begrüßte alle Gäste freudestrahlend und per Handschlag.

Löwen treten ohne Schaub an

Am Sonntag geht es dann für den Spitzenreiter aus Frankfurt zum etwas stärker eingestuften zweiten Neuling, den Grefrath Phoenix. Die Löwen werden auch hier auf ihren hoffnungsvollen Stürmer Marc Schaub verzichten, der am Wochenende ein Gastspiel in Wolfsburg geben wird und per Förderlizenz etwas DEL-Luft schnuppern darf. Ex-Lions Manager Charly Fliegauf hatte aufgrund des Verletzungspechs seiner Grizzlies bei Löwen-Sportchef Rich Chernomaz vorgesprochen, und der wollte seinem talentierten Stürmer die Chance im Oberhaus nicht verwehren. Trainer Tim Kehler warnte vor der Annahme, beide Begegnungen seien Selbstläufer, da viele im Löwen-Umfeld mit zweistelligen Sieges-Prognosen in die Partien gingen: „Im Sport ist Arroganz völlig fehl am Platze, auch ein vermeintlich schwächerer Gegner hat Respekt verdient. Wir haben diese Woche sehr hart trainiert, um erst gar keinen Schlendrian aufkommen zu lassen.“ Den jungen Akteuren seines Teams versprach er viel Eiszeit, was bei den jungen Spielerin wie Tim Ansink und Fredi Gradl natürlich hocherfreut zur Kenntnis genommen wurde und die es ihm in Neuss mit ihren ersten Toren im Profibereich dankten.

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