4:1-Sieg in Rosenheim

Frankfurter Löwen verspeisen die Starbulls

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Für das 3:1 für Frankfurt sorgte Löwen-Torschütze Clarke Breitkreuz (links).

Frankfurt – Wer sich statt „Das Dschungelcamp“ für eishockey-spielende Löwen interessiert hatte und das Match der Frankfurter in der Zweiten Liga (DEL2) wählte, wurde belohnt. Von Uwe Lange

Mit einem klaren 4:1 (0:0/1:0/3:1) Erfolg über Rosenheim beendete das Team von Tim Kehler die kleine Erfolgsserie der Niederbayern mit fünf Siegen aus den letzten sechs Begegnungen, verspeiste die Starbulls locker anstelle der Dschungelprüfung. Frankfurt musste erneut auf Torwart Bryan Hogan und Stürmer Kyle Ostrow verzichten, auf Rosenheimer Seite fehlten weiterhin Kapitän Stephan Gottwald, Angreifer Stephen Schultz sowie Abwehrmann Max Renner. Beim Heimteam gab der 34-jährige tschechische Verteidiger David Hajek sein Debut im Löwen-Trikot, während der langzeitverletzte Abwehrrecke Thomas Ziolkowski nach achtwöchiger Pause und Knie-OP erstmalig wieder die Schlittschuhe schnürte. Im niveauarmen Eröffnungsdrittel überboten sich beide Teams durch Harmlosigkeit, die kleinliche Spielleitung durch Referee Engelmann ließ keinen wirklichen Spielfluss auf beiden Seiten aufkommen.

Auch der zweite Abschnitt bot wenig Ansehnliches, Rosenheim fehlte wohl nach den bisherigen Niederlagen (1:5/0:5) der Mut, gegen Frankfurt selbst die Initiative zu suchen, versuchte möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben. Als es drei Minuten vor Drittelende ein Überzahlspiel für Rosenheim gab, hätte der Gast sogar in Führung gehen können. Aber Löwen-Torjäger Richard Mueller nutzte einen Fehlpass der Starbulls zum Alleingang und traf zur glücklichen 1:0 Führung. Im Gegenzug fast der Ausgleich mit der Pausensirene, aber der platzierte Schlagschuss landete am Pfosten. Direkt nach dem letzten Wechsel dann erneut die Chance im Powerplay für die Starbulls, aber der Schuss ging wieder nach hinten los. Norman Martens machte das 11. Unterzahl-Tor für die Löwen in dieser Spielzeit, nachdem er dem guten Timo Herden im Rosenheimer Kasten keine Chance ließ. Besser machten es die Starbulls, als sie auch in Unterzahl agierten: Tyler McNeely traf nach einem Abwehrfehler der Löwen. Aber die Freude währte nur gut zwei Minuten, denn Clarke Breitkreuz stellte den alten Abstand wieder her, den Nick Mazzolini kurz vor Schluss vor 4.000 Besuchern noch ausbaute.

Am Ende stand ein verdienter Sieg für Frankfurt zu Buche, den Tim Kehler „als Erfolg unseres guten Unterzahl-Spiels“ kommentierte und auch „als absolut verdient“ sah, da seine defensive Abteilung gut stand. Aus der hob der Kanadier seinen Neuzugang David Hajek hervor „der zeigte, dass er uns sehr gut helfen kann“. Schon am Sonntag warten die Löwen mit einer einzigartigen Doppel-Veranstaltung am Ratsweg auf, bieten familienfreundlich zunächst ab 13.45 Uhr ein Spiel ihres jungen Oberliga-Teams gegen Ratingen an, bei dem Löwen Co-Trainer Chris Stanley die Nachwuchstruppe des Vereins auf dem Eise anführen wird . Die DEL2-Profis treffen dann direkt anschließend (18.30 Uhr) und nun wieder mit Chris Stanley an der Bande, auf den Deutschen Meister von 2014, die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven. Die reisen mit einem gut gefüllten Sonderzug und rund 500 Fans in die Mainmetropole, wollen gerne dort den knappen 2:1-Sieg aus dem Hinspiel wiederholen, den ihre Mannschaft damals aber erst in der notwendigen Verlängerung sichert.

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