Vorfreude auf das Playoff-Derby

Frankfurter Eishockey-Löwen treffen im Viertelfinale auf die Kassel Huskies

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Heilbronns Tormann Peter Holmgren (rechts) stand beim 0:7 gegen die Löwen ständig unter Beschuss, wie hier von Frankfurts Marc Schaub.

Frankfurt – Durch ein klares 7:0 über den Abstiegskandidaten Heilbronn qualifizierten sich die Löwen Frankfurt am letzten Spieltag der Zweiten Eishockey-Liga direkt für die Meisterschafts-Playoffs der acht besten Teams. Von Uwe Lange

Da zur gleichen Stunde die Kassel Huskies zuhause gegen Ravensburg verloren und die noch auf Rang vier abrutschten, kommt es ab dem 11. März im Viertelfinale zum großen Hessen-Duell. Dort wird das Team weiterkommen, das zuerst vier Siege auf seiner Habenseite verbuchen kann. Für die Löwen ging, auf Platz fünf der Abschlusstabelle liegend, eine Hauptrunde zu Ende, die mehr Schatten als Licht aufwies. Doch der Modus im schnellsten Mannschaftssport lässt es zu, dass alle Team wieder mit Null beginnen, sowohl bittere Niederlagen als auch glorreiche Siege nur noch statistischen Wert besitzen.

Chernomaz: „Wir müssen mit Biss spielen“

Löwen-Coach Rich Chernomaz als erfahrener Trainer, der das Geschäft schon lange kennt und oft mit seinen Mannschaften diese Neustarts zu nutzen wusste, ging sofort zur Tagesordnung über: „Wir müssen in den Playoffs immer als ein Team mit viel Biss spielen, stets konzentriert und sehr hart über 60 Minuten arbeiten, dann können wir auch dort bestehen.“ Hoffnung zieht der Kanadier aus den bislang vier Partien gegen die Schlittenhunde, in denen seine Löwen neun von zwölf Punkten holten, in allen Partien das bessere Team stellte.

Doch auch in Nordhessen bemüht man die Statistik, behielt man doch in der Geschichte beider Clubs und dem dreifachen Aufeinandertreffen in den Playoffs immer die Oberhand. „Wir freuen uns riesig auf die maximal sieben Spiele, sind hochmotiviert und wollen unbedingt ins Halbfinale“ sagt Frankfurts bester Torschütze Richie Mueller, der seinen bislang 36 Einschüssen weitere gegen Kassel folgen lassen will.

Ein Scheitern würde für Unmut sorgen

„Bei einem Derby in den Playoffs ist nun alles möglich, es gibt kaum Besseres“ erweitert auch sein kongenialer Sturmpartner Nils Liesegang den Spannungsbogen der Best-of-Seven-Serie. Ein Weiterkommen gegen den ungeliebten Erzrivalen könnte somit verlorenen Boden bei den mainischen Fans wiedergutmachen, da viele von ihnen insgesamt den Saisonverlauf als wenig erquickend betrachten. Andererseits würde ein Scheitern der Löwen die kaum geleckten Wunden der Anhänger erneut aufreißen, die Gräben zwischen Team und Zuschauern vertiefen.

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