Fußball Bundesliga

Eintracht: Erste Punkte zuhause holen

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Tore wie hier gegen den HSV müssen her. Von links: Vaclav Kadlec, HSV-Torwart René Adler und Johannes Flum.

Frankfurt –  Herr, lass es einen Heimsieg werden: Eintracht-Trainer Armin Veh will aber nicht nur aufs Beten setzen. Seine Mittel für den ersten Heimsieg am Samstagabend gegen Wolfsburg: Tiefstapeln, Serien ausblenden und Geheimtraining. Von Axel Grysczyk

Armin Veh zieht im Bestreben, endlich den ersten Heimsieg einzufahren, den letzten Trumpf: Geheimtraining! Kein Wort darüber, ob der an der Wade verletzte Sebastian Jung spielt oder nicht. Keine langen Vorträge über Taktik. Lediglich das Wir-sind-nicht-in-der-Favoritenrolle-Standardprogramm spult er in dieser Woche vor dem Samstagabendspiel gegen den VfL Wolfsburg (Anpfiff 18.30 Uhr) ab.

„Die haben 25 Millionen Euro für Luiz Gustavo ausgegeben. Das macht die Dimensionen deutlich“, erklärt Veh.

Noch Rechnungen offen

Gegen Wolfsburg sind noch einige Rechnungen offen. Zum einen kommt es zu einem Wiedersehen mit dem einstigen Eintracht-Kapitän Patrick Ochs, der derzeit wieder in der Startelf der VW-Städter steht. Zum anderen wird Srdjan Lakic darauf brennen, eingewechselt zu werden. Für den Stürmer wäre es eine Genugtuung, für seinem neuen und gegen den alten Club zu beweisen, dass er mehr drauf hat. Schließlich verlief sein Gastspiel in Wolfsburg damals ähnlich unglücklich wie sein bisheriges Auftreten in Frankfurt. Und da wäre noch Armin Veh selbst, der auch einst für die Niedersachsen aktiv war. Sein damaliges Wirken in dem ambitionierten Club war ebenfalls von wenig Erfolg gekrönt. Nach einem halben Jahr war sein Gastspiel im Januar 2010 wieder beendet. Die Eintracht-Bilanz gegen den selbst ernannten Europacup-Anwärter ist dürftig. Nur vier von 22 Begegnungen gewann die SGE, es gab zehn Niederlagen und acht Unentschieden. Selbst im eigenen Stadion ist die Bilanz bei drei Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen negativ.

Und das eigene Stadion ist derzeit das große Problem der Eintracht. Das 0:1 gegen die Bayern und das 1:2 gegen Dortmund waren zu verschmerzen. Doch die jeweiligen Unentschieden gegen Hamburg (2:2) und Nürnberg (1:1), sind für die angespannte Liga-Situation verantwortlich. Zumal es sich um Teams handelt, die in der Tabelle hinter der Veh-Truppe stehen.

Unangenehmer Gegner

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Und jetzt die unangenehmen Wolfsburger. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking hat nach dem Heim-Debakel gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig (0:2-Niederlage) wieder in die Spur gefunden. Es folgten zwei Siege in Augsburg (2:1) und daheim gegen Werder Bremen (3:0). Vielleicht läuft’s auch deshalb beim VfL besser, weil Ivan Perisic auf der linken Seite endlich den Durchbruch geschafft hat. Er dürfte erneut vor der defensiveren Variante mit Marcel Schäfer den Vorzug erhalten. Denkbar, dass Angreifer Bas Dost erstmals nach langer Verletzungspause wieder im Kader steht.

Die Devise bleibt: Ein Heimsieg muss her. Die nächste Chance wäre erst wieder in zwei Wochen und da heißt der Gegner Schalke 04. Das wäre auch nicht einfacher.

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