FFC ohne Lira Alushi

FFC auf Weg zur Meisterschaft noch zu stoppen?

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Lira Alushi (in schwarz) ist verletzt: Auf ihr druckvolles Spiel muss der FFC erstmal verzichten.

Frankfurt – Ist der 1. FFC Frankfurt auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft noch zu stoppen? Nach dem 2:1 durch ein Last-Minute-Tor in Essen wohl kaum noch. Man sagt: Wer solche Spiele gewinnt, wird auch Meister. Von Manfred Schäfer

Davon will man allerdings noch nichts wissen. Manager Siggi Dietrich: „Das ist noch ein langer Weg. Aber natürlich tun solche Siege gut.“ Überschattet wurde der Sieg allerdings von der schweren Verletzung von Lira Alushi  (25). Die Stürmerin zog sich in Essen einen Außenbandanriss im rechten Fuß zu. Der FFC sieht die Sache sehr optimistisch. Man spricht von zwei Wochen Pause. Tatsache ist aber: Bei solchen Verletzungen dauert es normal vier bis fünf Wochen, bis man wieder spielen kann. Solange wird man wohl ohne die Nationalspielerin auskommen müssen. Auch am Sonntag (elf Uhr, Stadion am Brentanobad) gegen den BV Cloppenburg.

Tabellenführung zurückerobern

Mit einem weiteren Sieg soll die Tabellenführung zurückerobert werden. Potsdam hat ein Spiel mehr und ist deshalb vorne. Trainer Colin Bell sucht noch danach, wie er Lira Alushi ersetzen soll: „Nach der Umstellung in der Abwehr durch das Fehlen von Saskia Bartusiak gilt es nun, eine Lösung aufzubieten, den Ausfall von Lira Alushi zu kompensieren und als Kollektiv noch enger zusammenzuwachsen.“

Die mannschaftliche Geschlossenheit ist in dem Haufen von super Einzelspielerinnen beim FFC in diesem Jahr eines der Geheimnisse des Erfolgs. Sicher ein Verdienst von Colin Bell. Dem neuen Trainer ist es gelungen, aus einer Anhäufung von Stars eine Mannschaft zu formen. Und die schafft es diese Saison, auch die kleinen Gegner ernst zu nehmen.

Dominanz in Zählbares verwandeln

So einer ist auch Aufsteiger Cloppenburg, und Bell ist sicher, dass seine Mädels den Fokus auch auf dieses Spiel lenken werden: „Wir wollen gegen den BV Cloppenburg an die gute Leistung, die wir am letzten Sonntag beim Auswärtsspiel in Essen gezeigt haben, anknüpfen, allerdings mit einer größeren Konsequenz im Abschluss. Es nutzt schließlich nichts, noch so dominant zu agieren, wenn man es versäumt, diese Dominanz in Zählbares zu verwandeln.“

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Manager Siggi Dietrich hofft, dass der Last-Minute-Sieg in Essen für weitere Motivation sorgt: „Wir wollen gegen Cloppenburg vor heimischer Kulisse durchstarten und mit konsequenter Effizienz im Torabschluss die Tabellenführung zurückerobern.“

Und dann wartet schon bald die nächste große Aufgabe auf den FFC: Mit einem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen Zweitligist SC Sand am 13. April den Sprung ins Finale nach Köln schaffen.

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