Frankfurter Footballer müssen heute fürs vorletzte Liga-Spiel nach Stuttgart

Frankfurt Universe sichern Vize-Titel: Mit Volldampf in die Playoffs

Er war der gefeierte Universe-Held im vergangenen Spiel: Runningback Justin Rodney erzielte vier Touchdowns. Foto: Hübner

Mit dem deutlichen Auswärtssieg in Kirchdorf sichern sich die Footballer der Frankfurt Universe frühzeitig den Vizemeistertitel in der Südgruppe und warten gespannt auf ihren Playoff-Gegner aus der Nordstaffel. Heute steht um 18 Uhr noch die Partie in Stuttgart an. Von Uwe Lange

Frankfurt – Als nach 48 Spielminuten die Schlusssirene in der Inn-Energie-Arena von Kirchdorf ertönte, rissen die lila Spieler des Gästeteams jubelnd die Arme in die Höhe.

55:28 zeigte die Anzeigetafel den Endstand an, der aus Sicht der Frankfurter nicht nur zwei weitere Punkte auf der Habenseite bedeutete. Die Men in Purple hatten sich damit auch die Vizemeisterschaft in der Südgruppe hinter Abo-Meister Schwäbisch Hall gesichert. Das bedeutet auch für die anstehenden Playoffs gegen die vier besten Teams der Nordstaffel zunächst das Heimrecht im Viertelfinale.

Fast ein Dutzend Akteure musste wegen Verletzungen zu Hause bleiben. Doch trotz dieser großen Verletzungssorgen hatte der Tabellenzweite das Schlusslicht jederzeit im Griff. Besonders im offensiven Bereich boten die Frankfurter spektakuläre Aktionen.

„In der Defensive hat man schon das Fehlen einiger Stammkräfte gespürt, doch heute überwiegt die Freude über das erreichte Playoff-Heimspiel am 21. September in Frankfurt“, wollte Interims-Cheftrainer Thomas Kösling nicht zu sehr kritische Töne in seinem Fazit unterbringen, zumal seine zweite Reihe einen guten Job gemacht hatte.

Überragender Frankfurter an der österreichischen Grenze war Runningback Justin Rodney. Er erzielte gleich vier Touchdowns und konnte von den Wildcats nie gestoppt werden.

Bereits zum vierten Mal in Folge belegen die Hessen somit den lukrativen zweiten Platz in der GFL Süd, der ihnen das wirtschaftlich wichtige Heimrecht am Bornheimer Hang sichert.

„Wir starten sofort mit dem Vorverkauf, obwohl der Gegner aus dem Norden nicht feststeht“, sagte Geschäftsführer Alexander Korosek direkt nach Spielende. „Attraktiv wird der auf jeden Fall sein!“

Da hat der Universe-Manager Recht, denn mit den Dresden Monarchs oder den Berlin Rebels gibt es nur noch zwei Kandidaten, die die Fahrt an den Main antreten werden müssen. Schaut man auf das Restprogramm der beiden Nordlichter, deutet vieles auf die Sachsen hin, die noch zwei Heimspiele haben.

Universe dürfte dies egal sein, sie bereiten sich in ihren restlichen beiden Partien auf die Endrunde vor. Sie müssen zunächst am Samstag (Kickoff ist 18 Uhr) nach Stuttgart zu den Scorpions, die auf Rang vier noch um den Playoff-Einzug kämpfen, die Allgäu Comets im Nacken spüren. Dort will man die nötige Balance finden, die weiterhin angeschlagenen Spieler noch etwas schonen, dafür deren jungen Backups Einsatzmöglichkeiten verschaffen. Aber das Team muss auch im Rhythmus bleiben, um dann im Viertelfinale in drei Wochen das bestmögliche Team aufs Feld zu schicken.

Der lila Traum vom Finale in Frankfurt lebt weiter, um den Endspiel-Einzug vom Oktober 2018 zu wiederholen.

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