Grahn: „Eigentlich ein Jahr zu früh“

Frankfurt Universe plant für die deutsche und die europäische Football Liga

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Auf ihn kommt noch viel Arbeit zu: Trainer Markus Grahn will seine Spieler sowohl für die German- als auch die European-Football-League fit machen.

Frankfurt – Voller Zuversicht blickt Frankfurt Universe in diesen Tagen Richtung American Football Verband und dessen Lizenzierungs-Prozess für die neue Saison. Von Uwe Lange

Das Gremium um dessen Vorsitzenden Robert Huber prüft aktuell die eingereichten Unterlagen der 16 Clubs der beiden Ligen Nord und Süd. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir die Zulassung für die Erste Liga erhalten werden“, gibt der wiedergewählte Universe-Vereinsboss Klaus Rehm eine erste Prognose für die Bekanntgabe kommende Woche ab, nachdem der übliche Papierkrieg positiv verlief.

Frankfurt als EFL-Teilnehmer gemeldet

„Die Zusammenarbeit mit dem Verband war noch nie so gut wie dieser Tage, die Atmosphäre der Gespräche und die Art der Kommunikation sind wohlwollend positiv“, erfreut sich der Football-Macher an den kleinen zwischenmenschlichen Dingen nach den vergangenen so ereignisreichen Monaten und den vielen Ungewissheiten. Rehm und seine lila Mitstreiter um GmbH-Geschäftsführer Michael Schwarzer interpretieren dabei natürlich auch einen Eintrag auf der Homepage des AFVD zu ihren Gunsten, der den Neuling als gemeldeten Teilnehmer an der Europäischen Football Liga (EFL) ausweist, die ab April in zwei Gruppen á drei Teams an den Start gehen wird. Frankfurt würde hierbei auf Teams aus Frankreich und Spanien treffen, dabei das Heimspiel gegen die Badalona Dracs am Bornheimer Hang bestreiten. Die katalanische Industriestadt, nur wenige Kilometer vor Barcelona, gilt als Nachfolger der Dragons, einst ebenso Gründungsmitglied der NFL-Europe wie die Frankfurt Galaxy.

Zusatzbelastung kommt etwas zu früh

„Eigentlich ein Jahr zu früh für uns“, weiß Chefcoach Markus Grahn um die zusätzliche Belastung für seine Newcomer, aber er sieht auch die große wirtschaftliche Chance für seine lila Farben, den vorgelegten Etat im Sinne des Verbands durch Zusatzeinnahmen zu optimieren.

So laufen die Planungen der Footballer zweigleisig, freie Termine für beide Ligen zu finden, um die mit den Fußballern des FSV Frankfurt abzustimmen. Zumal auch bald die ersten auswärtigen Spieler in Frankfurt eintreffen werden. Den Anfang wird dabei Star-Quarterback Emmanuel Lewis machen, der im März einfliegen soll.

Kommt Quade Chappuis nach Frankfurt?

Hartnäckige Gerüchte halten sich am Main, dass ihm ein weiterer US-Boy folgen könnte, der vergangene Saison in Dresden für Aufsehen sorgte. Quade Chappuis galt bei den Monarchs auf der Position des Safety als absoluter Leistungsträger, fiel durch seine spektakuläre und entschlossene Spielweise auf. Sein Schweizer Pass gäbe den Universe-Coaches zusätzliche Optionen, da im Match immer nur zwei Amerikaner pro Spielzug eingesetzt werden dürfen.

Auch an die Fans, die schon 600 Dauerkarten bestellt haben, denkt man in der Geschäftsstelle im Riederwald. So wird die Universe ab Mitte Februar mit einem eigenen Radioprogramm auf Sendung gehen, das der erfahrene Medienprofi Rehm initiierte. Dies und mehr stellen die Men-in-Purple den Gästen der „Super-Bowl-Night“ am Sonntag, 7. Februar, in der „Batschkapp“ vor, wenn die Party zum Spiel der Denver Broncos gegen die Carolina Panthers steigt, dass weltweit über 800 Millionen Fans verfolgen werden.

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