Frankfurt Universe muss gegen Schlusslicht Kirchdorf ran

Auch auf seine Würfe kommt´s heute an: Quaterback Steve Cluley will mit seinem Team die Wildcats im Zaum halten und so überzeugend auftreten wie beim Kantersieg gegen Stuttgart. Foto: Hübner

Nach dem Kantersieg gegen den direkten Verfolger Stuttgart wollen die Footballer der Frankfurt Universe auch beim Tabellenletzten Kirchdorf punkten. Eigentlich eine Pflichtaufgabe für die Hessen. Auch die lange Busfahrt soll kein Alibi werden.

Frankfurt – Am Ende der Partie am heimischen Bornheimer Hang hatten die Spieler von Interims-Cheftrainer Thomas Kösling den Skorpionen aus Stuttgart mit 51:12 deutlich den Stachel gezogen. Der Konkurrent aus Schwaben wurde unerwartet klar in die Schranken gewiesen.

Kösling war dann auch mehr als zufrieden: „Unsere Offensive war sehr gut, die Abwehr ist rein statistisch gesehen die beste in der gesamten GFL. Dazu kamen wenige Strafen unsererseits, viel Ruhe und Disziplin auch von der Seitenlinie, wir entwickeln uns mehr und mehr zu einer starken Einheit.“

Drei Spiele stehen für die Men in Purple vor den Playoffs noch an, ein winziges Pünktchen genügt den Lilanen, um sich Platz zwei und damit Heimrecht am 21. September gegen den Norddritten zu sichern. Der heißt aktuell Dresden und würde eine echte Herausforderung für die Hessen darstellen. Vor allem, weil die Nordstaffel aktuell spielerisch etwas stärker als die Südkonkurrenz eingestuft wird.

Nun gilt es, das letzte Mosaiksteinchen zu holen. Und da kommt die Fahrt zum Schlusslicht nach Kirchdorf gerade recht. Die Wildcats haben die „Rote Laterne“ übernommen, können nur durch viel Glück den Relegationsspielen gegen den Südmeister der Zweiten Liga entgehen. Sie planen sogar schon mit dem schlimmsten Fall der Fälle – dem Abstieg.

Das Team vom Inn, nur ein paar Kilometer von der österreichischen Grenze beheimatet, rutschte fast unbemerkt in den Abstiegsstrudel. Schon im Hinspiel in Frankfurt waren sie chancenlos, unterlagen dort 17:38.

Fast unbequemer als das samstägliche Match in Bayern (Kickoff 16 Uhr) dürfte für Frankfurt die fast siebenstündige Busfahrt sein. Schon bei vielen Teams sorgte dies für müde Beine, verursachte oft einen Fehlstart.

Das wollen die Universe-Trainer jedoch nicht als Ausrede und gar Alibi gelten lassen. Das Potenzial der Akteure um Quarterback Steve Cluley sollte reichen, um die Wildkatzen im Zaum zu halten.

Sorgen gibt es nur durch die Verletzungen der Leistungsträger Sebastian Silva Gomez, Fernando Lowery, Sergey Souleymanov und Kerim Homri, die für die Partie wohl ausfallen werden. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese spätestens in den Playoffs wieder dabei und fit sind.

Deshalb ist das Spiel heute eine mehr als gute Gelegenheit, um den jungen Spielern aus dem zweiten Glied das Vertrauen zu schenken und ihnen Spielpraxis zu geben. Damit wurde schon bei der vergangenen Partie gegen Stuttgart ab der Halbzeit angefangen. Headcoach Kösling: „Die Jungs reißen sich jedes Training den Hintern auf, die müssen und werden auch ihre Spielzeiten bekommen, sobald es der Spielverlauf zulässt. Darin sind wir uns in der Coaching-Crew einig.“ Heißt: Die Nachwuchsförderung steht neben der Sicherung eines Spitzenplatzes im Vordergrund.

Von Uwe Lange

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