Harte Heimpartie gegen Berlin

Frankfurt Universe: Der Weg ins Finale geht nur über die Rebels

Alles oder nichts heißt es ab sofort für die Erstliga-Footballer von Frankfurt Universe, die am Sonntag im Playoff-Viertelfinale zuhause auf die Berlin Rebels treffen.

Frankfurt – Gegen den Tabellendritten der Nordgruppe wird eine spannende und offene Partie am Bornheimer Hang (Kickoff: 15 Uhr) erwartet, hat das Team aus der Hauptstadt doch in dieser Saison durch spektakuläre Siege in der Hauptrunde aufhorchen lassen. Gleich zweimal bekam dies die Übermannschaft des Nordens aus Braunschweig zu spüren, die sich lange zurückerinnern muss, um auf zwei Niederlagen gegen dasselbe Team zu kommen.

Die Universe ist also mehr als gewarnt vor einem unbequemen Gegner, der an einem guten Tag jeden schlagen kann, über den Kampf kommend, sich oft dann als unüberwindbare Mauer präsentiert. Das bekamen die Hessen schon vor gut 16 Monaten zu spüren, als Universe in einer Partie des Eurobowl in Berlin die Segel streichen musste, dabei nie ins Spiel gegen die rustikalen Rebellen fand. Die verlorene Begegnung war auch die letzte Partie des Universe-Quarterbacks Mike Wegzyn, der nach einem üblen und ungeahndeten Foul seines Gegners monatelang ausfiel und seine Karriere danach sogar beenden musste. Viele der damaligen Kameraden sind für Frankfurt noch am ellipsenförmigen Ei und werden sich gut an den Spieltag im Mai 2017 erinnern, der durch eine Vielzahl von Attacken auf und abseits des Feldes geprägt war. Besonders David Giron Jansa freut sich auf die Partie gegen Berlin, stand er damals nur im Trainingsanzug an der Sideline, nachdem die Rebels ihre Spielchen mit dem Stürmer trieben und seine Spielberechtigung in Frage stellten. Universe wollte da kein Risiko eingehen, verzichtete auf seinen Topmann, obwohl die Vorwürfe der Gastgeber sich später als völlig haltlos erwiesen. „Wir haben als Team etwas gutzumachen und ich möchte sportlich eine Antwort geben,“ gibt der Mann aus Guatemala eine Vorschau auf die seinerzeit grenzwertigen Aktionen mit fadem Beigeschmack.

Angst vor der Härte der Berliner haben die Frankfurter nicht, erwartem sie durch die Schiedsrichter und deren Regelauslegung Unterstützung, die im Süden der Republik den Fairplay-Gedanken höher ansiedeln. Lautstarke Unterstützung soll es von der erwarteten großen Kulisse für die Men in Purple geben, die den Heimvorteil auch akustisch demonstrieren werden. Da kommt die Aktion eines Universe-Sponsors gerade recht, der den Eintritt für die durch die Insolvenz gebeutelten Dauerkarten-Inhaber übernimmt, die auf ihren angestammten Plätzen die lila Hölle aufleben lassen sollen. „Do our die“ weiß der 23-jährige US-Quarterback Andrew Elffers um die Bedeutung dieser Partie für seine Farben, „aber wir haben nur ein Ziel: Die Rebels zu schlagen, um den Weg ins Finale nach Berlin zu gehen“.

Uwe Lange

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare