Mittendrin die Frankfurter

Skyliners: Kampf um die Play-off-Plätze entbrannt

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Frankfurt – Die Saison in der Basketball-Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein. Sechs Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde ist der Kampf um die Play- off-Plätze entbrannt. Mittendrin die Fraport Skyliners.

Actiongeladene Krimis mit Überlänge: Für jeden Kinofreak ein Vergnügen. Für Spieler und Anhänger von Basketball-Bundesligist Frankfurt Skyliners eine echte Geduldsprobe – zumeist allerdings mit gutem Ausgang. Sechsmal mussten die Skyliners in dieser Saison bereits Überstunden leisten, vier Mal gingen sie als Gewinner vom Feld. Das hat ihnen im Umfeld bereits den Spitznamen „Overtimers“ eingebracht. Auch beim jüngsten 87:79-Heimerfolg gegen Bremerhaven machten es die Frankfurter spannend, auch wenn sie diesmal keine Verlängerung brauchten.

Jacob Burtschi sticht heraus

Ein Spieler trat dabei ins Rampenlicht, der nach einer Rückenoperation schon kurz vor dem Karriereende stand. 36 Punkte erzielte Jacob Burtschi und traf dabei unglaubliche zehn Dreier bei 14 Versuchen. Nur ein Zähler fehlte dem Amerikaner, um den von Derrik Allen im Jahr 2008 gegen Ludwigsburg aufgestellten Skyliners-Rekord von 37 Zählern in einem Spiel zu egalisieren. „Ich glaube, ich hatte im College mal 28 Punkte in einem Spiel, aber nicht annähernd so viele Dreier“, sagt der 30-Jährige, der mit Blick auf die Partie am Ostermontag aber auch kritische Töne anschlug. „Wir dürfen eine 18-Punkte-Führung nicht so einfach hergeben. Da waren wir phasenweise zu zögerlich. Diese Fehler müssen wir gegen Ludwigsburg abstellen.“ In Erinnerung ist den Skyliners noch die deutliche Hinspielpleite, die es wettzumachen gilt, auch um bei einem möglichen direkten Vergleich am Saisonende die Nase vorn zu haben. Damals konnten sie vor allem US-Boy DJ Kennedy nicht stoppen.

Trainingslager auf Mallorca

Als Einstimmung auf den Saisonendspurt absolvierten die Skyliners von Sonntag bis Freitag ein Trainingslager auf Mallorca. „Wir wollten in einer anderen Umgebung als Team zusammen sein, trainieren und weiter an unserer Teamchemie arbeiten“, sagt Trainer Gordon Herbert.

Aber auch ein weiterer Faktor spielte mit hinein: „Wir hatten zuletzt viele Spiele und daher reduzierte Trainingsmöglichkeiten. Es bot sich also die Chance, fokussiert an einigen Dingen zu arbeiten. Ich denke, dass wird uns gut tun.“ Das gilt vor allem für Hoffnungsträger Danilo Barthel, der nach zweimonatiger Verletzungspause auf seinen Einsatz brennt und ein wichtiger Baustein im Kampf um die Play-off-Plätze sein dürfte. Zur Not auch wieder mit Verlängerung. zin

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