Mit einem Sieg an Wolfsburg dranbleiben

FFC Frankfurt mit neuem Cheftrainer gegen Turbine Potsdam

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Mit ihrem Doppelpack gegen Hoffenheim war Frankfurts Mandy Islacker (vorne) einer der Aktivposten.

Frankfurt – Der Start ins neue Jahr ist gelungen. Das 4:1 gegen die TSG Hoffenheim macht beim FFC Frankfurt Hoffnung auf mehr. Am Sonntag folgt nun die Pflicht beim alten Rivalen Turbine Potsdam. Von Manfred Schäfer

Allerdings mit völlig anderen Vorzeichen. Der alte Rivale Potsdam hat eine richtig schlechte Saison erwischt, kämpft sogar gegen den Abstieg. Der FFC will am Sonntag, um 14 Uhr, mit einem weiteren Sieg am Tabellenzweiten Wolfsburg dran bleiben. Trainer Matt Ross weiß, dass es trotz neun Punkten Unterschied zwischen den beiden Mannschaften einen heißen Tanz gibt: „Spiele zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam, den Pionieren im deutschen Frauenfußball, sind immer etwas Besonderes, völlig unabhängig von der aktuellen Tabellensituation. In diesem Bewusstsein bereiten wir uns auf eine harte Auseinandersetzung vor, in der uns vor allem körperlich einiges abverlangt werden wird. Nach unserem guten Auftakt nach der Winterpause mit dem 4:1 gegen Hoffenheim können wir selbstbewusst nach Brandenburg reisen, auch wenn es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotenzial gibt.“

Ross ab sofort neuer Cheftrainer

Nach ihrer Gelbsperre ist Nationalspielerin Simone Laudehr wieder dabei. Trainer-Neuling Ross freut sich auf das Duell mit Potsdams Trainerlegende Bernd Schröder: „Als Ehre empfinde ich es, in meinem erst fünften Spiel als verantwortlicher Bundesliga-Trainer auf Bernd Schröder zu treffen. Ich kann nur den Hut vor seiner Lebensleistung ziehen und hoffe, dass er seine Erfahrungen auch künftig, in einer anderen Rolle, zum Wohle des Frauenfußballs einbringen wird“, sagt Ross, der ab sofort neuer Cheftrainer des viermaligen Champions-League-Siegers ist. Die Frankfurter unterzeichneten mit dem 38-jährigen Australier einen Vertrag bis 30. Juni 2017.

50. Auflage des Frauen-Fußball-Klassikers

FFC-Manager Siggi Dietrich möchte sich dazu noch nicht äußern, meinte aber zum Spiel: „Nach dem überzeugenden Sieg gegen Hoffenheim sind wir nun heiß auf den Klassiker gegen unseren langjährigen Rivalen Turbine Potsdam, in dem wir unseren Hinspiel-Erfolg nur zu gerne wiederholen würden. Beide Teams haben den deutschen Frauenfußball mehr als ein Jahrzehnt lang geprägt und auch in Zeiten eines größer gewordenen Wettbewerbs hat dieses 50. Kräftemessen der reinen Traditionsvereine nicht an Attraktivität verloren. Im Zweikampf mit dem VfL Wolfsburg um den zweiten Tabellenplatz zählt für uns jeder Punkt und so fahren wir mit der klaren Zielsetzung nach Potsdam, den ,Jubiläumsklassiker’ für uns zu entscheiden.“

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