Endspurt in der Frauen-Fußball-Bundesliga

1. FFC Frankfurt heiß auf den Gewinn des Doubles

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Kampf um jeden Ball: Ana-Maria Crnogorcevic (vorne) setzt sich im Heimspiel gegen den MSV Dusiburg gegen ihre Gegnerin durch.

Frankfurt – Endspurt in der Frauenfußball-Bundesliga. Vor den letzten drei Spieltagen liegt der 1. FFC Frankfurt punktgleich mit Potsdam und einen Punkt vorm frischgebackenen Champions-League-Sieger Wolfsburg an der Tabellenspitze. Von Manfred Schäfer 

Den DFB-Pokal hat der 1. FFC Frankfurt nach dem 2:0 am vergangenen Samstag in Köln gegen Essen schon in der Tasche. Jetzt soll das Double folgen. Manager Siggi Dietrich: „Das wäre das zweite Sahnehäubchen auf eine tolle Saison.“ Nationalspielerin Simone Laudehr war schon direkt nach dem Pokalsieg ganz heiß auf den zweiten Titel der Saison: „Jetzt werden wir ordentlich feiern. Aber dann konzentrieren wir uns ganz auf den Endspurt. Den Pokal habe ich schon dreimal gewonnen. Die Meisterschaft fehlt mir aber noch. Ich will den Scheiß endlich haben.“

Es ist spannend wie noch nie in der Frauenfußball-Bundesliga. Der FFC beginnt den Endspurt am Sonntag bei 1899 Hoffenheim. Danach geht’s aber erst richtig los. Am 1. Juni (14 Uhr) spielen die Mädels im Frankfurter Volksbank Stadion gegen den punktgleichen Zweiten Turbine Potsdam. Eine Woche später (Pfingstsonntag) geht’s dann zum zweiten Endspiel nach Wolfsburg. Die liegen nur einen Punkt zurück. Vier Punkte aus den beiden Spielen, und die Meisterschaft wäre perfekt. Allerdings muss vorher natürlich noch ein Sieg in Hoffenheim her. Deshalb warnt Trainer Colin Bell schon mal: „Es erwartet uns ein heißer Kampf, in dem wir als Sieger vom Platz gehen und unsere Tabellenposition verteidigen wollen.“

Frühe Tore sollen Sieg bringen

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Er weiß aber auch schon wie: „Wir werden alles daran setzen, auch in Hoffenheim von Beginn an präsent zu sein und die Partie mit einem frühen Tor – so wie es uns in den vergangenen vier Spielen in Folge gelungen ist – in unsere Richtung zu lenken.“ Dabei lässt er sich auch vom hohen 8:2 aus dem Hinspiel nicht täuschen: „Zu Hause tritt Hoffenheim ganz anders auf. Sie haben gegen Wolfsburg nur 1:2 verloren.“ Manager Siggi Dietrich hofft auf eine ähnlich gute Leistung, wie beim Pokalfinale: „Jetzt gilt es, auch unser zweites Saisonziel entschlossen und unbeirrt weiterzuverfolgen und mit einem Sieg in Hoffenheim unsere hervorragende Ausgangsposition im Kampf um die Champions-League-Plätze vor den dann folgenden Top-Duellen gegen Potsdam und Wolfsburg zu behaupten.“

Er schaut aber auch schon einen Schritt weiter zum Spiel gegen Turbine Potsdam. Wegen der Umbauarbeiten im heimischen Stadion am Brentanobad, wird das Spiel im Frankfurter Volksbank Stadion am Bornheimer Hang – der Heimstätte des FSV Frankfurt – ausgetragen. Dietrich: „Das ist auch organisatorisch eine Herausforderung. Ich hoffe, dass zu diesem Spitzenspiel 5000 Zuschauer kommen.“

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