Angeschlagener Verein kann planen

Gläubiger erlassen FSV Frankfurt drei Millionen Euro

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FSV Frankfurt

Frankfurt - Diese Nachricht dürfte Fußball-Fans freuen: Die Gläubiger des Regionalligisten FSV Frankfurt verzichten auf Forderungen in Höhe von etwa drei Millionen Euro. Damit machen sie den Weg für einen wirtschaftlichen Neuanfang des Vereins frei.

Nach eigenen Angaben können die Hessen bis Ende Oktober mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens rechnen. Die knapp 100 Gläubiger des FSV nahmen den Insolvenzplan einstimmig an und erhalten jeweils 2,6 Prozent ihrer Forderungen. „Damit ist die beste Lösung für alle Gläubiger zustande gekommen und zudem in einem äußerst schnellen Zeitraum“, sagte Frankfurts Insolvenzverwalter Fabio Algari.

Die abgelaufene Saison war die wohl schlimmste in der 118-jährigen Geschichte des FSV Frankfurt. Nach holprigem Start war man im Oktober drauf und dran ganz oben anzugreifendpa/lhe

Das sind die SGE-Flops der vergangenen zehn Jahre

Luc Castaignos (2015): Der Holländer war ein einziges Missverständnis. Schleppte sich lustlos über den Platz. Immerhin: Die 2,5 Millionen, die sie für ihn an Enschede zahlten , haben sie beim Verkauf auch von Sporting Lissabon erhalten.
Luc Castaignos (2015): Der Holländer war ein einziges Missverständnis. Schleppte sich lustlos über den Platz. Immerhin: Die 2,5 Millionen, die sie für ihn an Enschede zahlten , haben sie beim Verkauf auch von Sporting Lissabon erhalten. © dpa
Halil Altintop (2009): Ablösefrei kam der Türke in der Winterpause von Schalke 04. Als Stürmer gelangen ihm in 49 Pflichtspielen für die Hessen nur drei Tore. Das sagt alles. Hat später in Augsburg zu alter Stärke gefunden. Heute Slavia Prag.
Halil Altintop (2009, links): Ablösefrei kam der Türke in der Winterpause von Schalke 04. Als Stürmer gelangen ihm in 49 Pflichtspielen für die Hessen nur drei Tore. Das sagt alles. Hat später in Augsburg zu alter Stärke gefunden. Heute Slavia Prag. © dpa
Theofanis Gekas (2010): Die Torquote kann sich sehen lassen: 23 Tore in 48 Spielen. Trotzdem war auch er für den Abstieg 2011 mitverantwortlich. In der „Rückrunde der Schande“ traf er kaum – und gegen Bayern nicht mal aus zwei Metern.
Theofanis Gekas (2010): Die Torquote kann sich sehen lassen: 23 Tore in 48 Spielen. Trotzdem war auch er für den Abstieg 2011 mitverantwortlich. In der „Rückrunde der Schande“ traf er kaum – und gegen Bayern nicht mal aus zwei Metern. © dpa
Martin Fenin (2007): Das erste Spiel bei Hertha BSC war mit einem Hattrick gleich der Höhepunkt seiner SGE-Karriere. Der nach wie vor in Frankfurt sehr beliebte Stürmer aus Tschechien konnte die sportlichen Erwartungen nie erfüllen.
Martin Fenin (2007): Das erste Spiel bei Hertha BSC war mit einem Hattrick gleich der Höhepunkt seiner SGE-Karriere. Der nach wie vor in Frankfurt sehr beliebte Stürmer aus Tschechien konnte die sportlichen Erwartungen nie erfüllen. © dpa
Caio (2007): Er ist die „Mutter aller Fehleinkäufe“. Mit dem Brasilianer hoffte die SGE den großen Coup gelandet zu haben. Am Ende blieben nur Erinnerungen an misslungene Laktatteste und seltsame Tankstellenbesuche.
Caio (2007): Er ist die „Mutter aller Fehleinkäufe“. Mit dem Brasilianer hoffte die SGE den großen Coup gelandet zu haben. Am Ende blieben nur Erinnerungen an misslungene Laktatteste und seltsame Tankstellenbesuche. © dpa
Vaclav Kadlec (2013): Auch weil er sich nicht integrieren lassen wollte, schaffte er nicht den Durchbruch in der Bundesliga. Und: Talent alleine reicht nicht aus ohne Kampfeswille. Seine Körpersprache auf dem Platz sprach Bände.
Vaclav Kadlec (2013): Auch weil er sich nicht integrieren lassen wollte, schaffte er nicht den Durchbruch in der Bundesliga. Und: Talent alleine reicht nicht aus ohne Kampfeswille. Seine Körpersprache auf dem Platz sprach Bände. © dpa
Johannes Flum (2013): Zwei Millionen Euro soll die SGE an Freiburg für ihn gezahlt haben. Er konnte dies nie rechtfertigen. Der vorbildliche Profi wurde vor allem dadurch aus der Bahn geworfen, als im Training seine Kniescheibe brach.
Johannes Flum (2013): Zwei Millionen Euro soll die SGE an Freiburg für ihn gezahlt haben. Er konnte dies nie rechtfertigen. Der vorbildliche Profi wurde vor allem dadurch aus der Bahn geworfen, als im Training seine Kniescheibe brach. © Jan Huebner
Jan Rosenthal (2013): Er war Wunschsspieler von Trainer Veh. Doch richtig warm wurden die beiden nie. Der Mittelfeldspieler hatte schnell den Stammplatz auf der Bank. Ist seit 2015 bei Darmstadt und blüht dort auf.
Jan Rosenthal (2013): Er war Wunschsspieler von Trainer Veh. Doch richtig warm wurden die beiden nie. Der Mittelfeldspieler hatte schnell den Stammplatz auf der Bank. Ist seit 2015 bei Darmstadt und blüht dort auf. © Jan Huebner
Rob Friend (2011) Mit fast zwei Millionen Euro Gehalt gehörte er zu den Top-Verdienern. Der Kanadier wurde von Armin Veh in drei Jahren nur 13 Mal eingesetzt. Sein einziges Tor erzielte er gleich im ersten Spiel gegen Cottbus.
Rob Friend (2011) Mit fast zwei Millionen Euro Gehalt gehörte er zu den Top-Verdienern. Der Kanadier wurde von Armin Veh in drei Jahren nur 13 Mal eingesetzt. Sein einziges Tor erzielte er gleich im ersten Spiel gegen Cottbus. © Jan Huebner
Olivier Ocean (2012): Die selbsternannte beste zweite Liga die Welt, ist eben nur die zweite Liga. In Frankfurt wurde dem Zweitliga-Torschützenkönig ein Dreijahresvertrag vorgelegt. Zwei davon verbrachte er ausgeliehen in Lautern.
Olivier Ocean (2012): Die selbsternannte beste zweite Liga die Welt, ist eben nur die zweite Liga. In Frankfurt wurde dem Zweitliga-Torschützenkönig ein Dreijahresvertrag vorgelegt. Zwei davon verbrachte er ausgeliehen in Lautern. © Jan Huebner

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