Frankfurter Footballer treten gegen engsten Verfolger an

Frankfurt Galaxy wird gegen Ingolstadt endlich gefordert

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Florian Bambuch von der Frankfurt Galaxy beim Touchdown gegen die München Rangers.

Frankfurt – Binnen neun Tagen trifft die Frankfurt Galaxy als derzeitiger Zweitliga-Spitzenreiter gleich doppelt auf den direkten Verfolger und einzigen wohl verbliebenen ernsthaften Konkurrenten aus Ingolstadt. Von Uwe Lange

Der Aufsteiger aus Bayern spielt eine glänzende Saison, verließ den Platz bislang nur einziges Mal ohne Punkte und sitzt den Galaktischen vom ersten Tag an im Nacken.

„Ich zähle diese beiden Spiele wie ein einziges, mich interessiert am Ende nur die Addition der Ergebnisse beider Matches“, sagt Galaxy-Chefcoach Markus Grahn. Er weist damit auf die Besonderheit der Wertung im Football hin, denn der direkte Vergleich könnte die Meisterschaft entscheiden. Für die Ingolstädter Dukes ist es das Spiel der Vereinsgeschichte, das am Samstagabend (19 Uhr) vor großer Kulisse im ESV-Stadion stattfinden wird. Gerne würde man an der Donau die aktuelle Aufbruchstimmung nutzen, den Fußballern des FC 04 und den Eishockey-Cracks der Panther nacheifern, die schon in der obersten Etage der publikumsträchtigen Sportarten zuhause sind.

Ingolstadt isst zum Sieg verdammt

Aber auch die Frankfurter sehen die Partie als große Herausforderung an, reisen erstmalig einen Tag früher nach Bayern an, um sich optimal und in Ruhe auf die mögliche Vorentscheidung einzustimmen.

„Alle Spieler wissen, dass dies keine Klassenfahrt mit großem Fun-Faktor wird, sondern die erste große Chance ist, sich für den bisherigen Aufwand sportlich zu belohnen“, sagt der Galaxy-Trainer und fügt hinzu: „Ingolstadt verfügt über ein routiniertes Team, die Dukes haben einige ältere Spieler in ihren Reihen, die auch unter Druck gut spielen werden. Aber sie sind eben auch zum Erfolg verdammt, um nicht noch eine weitere Niederlage in ihre Statistik zu bekommen, die deren Aussichten gegen Null fahren würde.“

"Konzept der Dukes wird die Galaxy nicht überraschen"

Er und sein akribisches Trainerteam setzen auf das variable Offensivspiel der Galaktischen, wollen stets agieren und das Heimteam auch vor deren eigenem Publikum nicht zur Ruhe kommen lassen. Grahn wäre nicht Grahn, wären ihm nicht bei seiner Scouting-Tour vor zwei Wochen in der Auto-Stadt einige Ideen gekommen, um neue taktische Schachzüge zu erproben.

„Das Grundkonzept der Dukes ist klar, sie werden uns damit kaum überraschen. Unsere Flexibilität soll der Schlüssel zum Erfolg werden“, verrät der 45-jährige Braunschweiger kleine Details seiner Strategie, die er seinem Team mit auf den Weg geben wird.

Das Ziel bleibt ungeschlagen bleiben

Das hat neben der angestrebten Meisterschaft und dem möglichen Aufstieg auch noch weitere Ziele:

„Wir wollen diese Saison möglichst auch ungeschlagen abschließen“, sagt Galaxy Team-Captain Patrick Schulz. Doch selbst wenn seine Farben in Bayern einige Federn lassen sollten, sind sich alle Akteure sicher, eine Woche später beim Rückspiel am Bornheimer Hang (Sonntag, 16. August, 15 Uhr) vor der erwarteten stimmungsvollen Rekordkulisse den Schritt zur „Mission Meisterschaft“ in die richtigen Bahnen zu lenken.

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