Vorsicht vor dem Außenseiter

Frankfurt Galaxy empfängt am Sonntag die punktlosen München Rangers

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Frankfurt Galaxy-Trainer Markus Grahn ist gewarnt: Auch wenn die München Rangers noch ohne Punkte dastehen, haben sie zuletzt eine steigende Formkurve.

Frankfurt – Frankfurt Galaxy empfängt mit den München Rangers das Schlusslicht der German Football Liga 2. Cheftrainer Markus Grahn ist aber gewarnt, den Außenseiter nicht zu unterschätzen. Von Uwe Lange

Gut drei Wochen mussten die zahlreichen Football-Fans im Rhein-Main-Gebiet warten, wenn sie denn Anhänger der Frankfurt Galaxy sind, um wieder ein Match ihrer lila Lieblinge zu sehen. Am morgigen Sonntag, 15 Uhr ist es im Rahmen eines Familien-Tags am Bornheimer Hang soweit: Die Galaktischen empfangen mit den München Rangers das Schlusslicht der Tabelle der German Football Liga 2 (GFL2).

Damit nimmt die unendliche Geschichte dieser Begegnung doch noch ein positives Ende, denn ursprünglich war diese Partie als das Eröffnungsspiel der Saison für den 23. Mai eingeplant. Da machten aber die Verantwortlichen der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) den Verantwortlichen der Galaxy einen Strich durch die Rechnung, gaben die Volksbank-Arena wegen eines möglichen Relegationsspiels des heimischen FSV in der Zweiten Liga für weitere Veranstaltungen in diesem Zeitraum nicht frei.

Rangers haben sich personell verstärkt

Die Bornheimer Kicker umschifften diese Klippen dank Neu-Trainer Thomas Oral und einem grandiosen Auftritt in Düsseldorf, aber an den Footballern blieb viel Kritik und ein Terminproblem hängen. Als man sich dann für die Termine 2. August und 13. September entschied, tauschte das Management der Galaxy das Heimrecht, um nicht fünf Tage vor dem möglichen ersten Aufstiegsspiel am 19. September eine weitere Begegnung zu haben, die zu diesem Zeitpunkt schon bedeutungslos sein könnte. Den Münchenern versüßte man dieses Zugeständnis durch den Kauf von gut 400 Gäste-Tickets für die Partie in Bayern, was den Zuschauerschnitt der Rangers an diesem 13. September nahezu verdoppeln wird. Die sind immer noch ohne Punktgewinn in dieser Saison, haben sich aber nach dem eklatanten Verletzungspech der ersten Wochen durch die US-Boys Justin Gomez und Jermaine Holmes verstärkt.

Galaxy-Trainer warnt vor dem Außenseiter

Das führte noch nicht zum gewünschten zahlenmäßigen Erfolg, aber zu erstaunlichen Ergebnisverbesserungen. So führten die Rangers vergangene Woche bei den heimstarken Kirchdorfern bis weit in die zweite Halbzeit, ehe man dem Favoriten doch noch Tribut zollen musste. Galaxy-Cheftrainer Markus Grahn und seine Jungs sind also gewarnt, den Außenseiter nur an dessen Bilanz und nicht an der aktuellen Stärke zu messen.

Die Frankfurter hatten Gelegenheit, die trainingsfreie Zeit zu einigen Kurztrips zu nutzen. Der Headcoach verbrachte einige Tage der Regeneration am Timmendorfer Strand, bevor er in Richtung München zu Scouting-Aufgaben der nächsten Gegner aufbrach. Seinen Kicker Thomas Zampach zog es in den Süden der Republik, „denn durch die Ruhe um die Zugspitze kann ich abschalten, alles um mich einfach vergessen“ sagt Zampach. Dort soll der Ex-Eintracht-Renner schon erfolgreich den Aufstieg geprobt haben. Der wird sicherlich im August in den beiden Matches der Meisterschaftsanwärter aus Ingolstadt und Frankfurt eine Vorentscheidung erfahren, da sich nur der Sieger mit dem Letzten der Ersten Liga duellieren wird.

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