Frankfurt Falcons

Floorballer mit großen Zielen in neue Saison

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Die Floorballer aus Frankfurt starten in die neue Saison.

Frankfurt – Die Frankfurt Falcons sind das Aushängeschild in der Region, wenn es um Floorball geht. Mit ihren Erfolgen in der zweiten Bundesliga wollen die Frankfurter die Nischensportart noch bekannter machen. Von Dirk Beutel 

Schnell, actionreich, passgenau: Das ist Floorball oder auch Unihockey genannt – eine energiegeladene Mixtur, die an Eis- oder Feldhockey erinnert. Es ist eine der dynamischsten Mannschaftssportarten, die es gibt. Ein Schuss mit dem 23 Gramm schweren Hardplastik-Ball kann eine Geschwindigkeit bis zu 200 Stundenkilometer erreichen. Wie im Eishockey spielt ein Team mit fünf Feldspielern und einem Torwart. Wie Basketball ist Floorball im Grunde eine körperlose Sportart, daher ist die Verletzungsgefahr relativ gering, wobei das Reglement wesentlich einfacher gehalten wird.

Und was für die Fußballer die Brasilianer, sind im Floorball die Skandinavier. Dort gehört der Sport längst zur Schul- und Volkssportart Nummer eins. Deutschland hat dabei noch etwas Nachholbedarf. Das Aushängeschild in der Rhein-Main Region sind die Frankfurt Falcons. Vor zwei Jahren ist die 130 Mitglieder starke Abteilung des TSV Berkersheim in die zweite Bundesliga aufgestiegen, nachdem man die Regionalliga permanent dominierte. „Aber in der Bundesliga weht ein anderer Wind“, sagt Torhüter Sebastian Zender: „Der Leistungsunterschied ist enorm.“ Das hat die Mannschaft um Abteilungsleiter Holger Schroeder auch zu spüren bekommen: Am Ende der vergangenen Saison landeten die Falken auf dem vorletzten Rang.

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 Der Abstieg wurde nur vermieden, weil potenzielle Aufsteiger aus finanziellen Gründen nicht von ihrem Recht Gerbauch machten. Zender: „Deswegen lassen wir uns aber nicht entmutigen.“ Im Gegenteil, der Platz im Tabellenkeller hat für eine wahre Trotzreaktion gesorgt und neue Kräfte freigemacht: Im Sommer absolvierten die Herren ein achtwöchiges Konditions- und Fitnessprogramm. „Vor allem auf Schnelligkeit und Ausdauer haben wir Wert gelegt“, sagt Schroeder. Denn die untere Tabellenregion ist nicht der Anspruch der Falken. „Wir wollen uns im oberen Mittelfeld etablieren“, sagt Zender.

Saison startet mit Doppelspieltag

Doch der Altersschnitt der Mannschaft liegt bei etwa 30 Jahren und der Nachwuchs wird erst jetzt allmählich mit vier Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren an das Niveau der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland herangeführt. „Wir sind nicht mehr so jung und knackig, wie die Konkurrenz. Deshalb ist unser Spiel mehr auf Taktik gelegt“, sagt Frankfurts Top-Scorer Tom Karppinen aus Finnland: „Und wenn wir unser Spiel machen, hat es keine Mannschaft leicht gegen uns.“ Langfristig sollen aber die Bundesliga-Falken das Zugpferd für mehr Mitglieder, Zuschauer und Sponsoren werden.

Tatsächlich gehört Floorball zu den am stärksten wachsenden Sportarten in Deutschland mit Ambitionen olympische Sportart zu werden. Derzeit müssen die Falken jedoch noch immer alles aus eigener Tasche zahlen. Vor allem die weiten Auswärtsreisen in der zweiten Bundesliga Nord/West belasten das Budget der Abteilung. Die Saison startet für die Falken bereits mit einem Auswärts-Doppelspieltag in Hamburg und Schenefeld am Samstag, 27. und Sonntag, 28. September.

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