Budenzauber und Derbyflut

37. Frankfurt Cup: Darmstadt dabei, der OFC spielt im Osten

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Kickers Offenbach, hier noch im vergangenen Jahr mit Benjamin Pintol  (links) gegen Greuther Fürths Herbert Paul, sind diesmal nicht beim Frankfurt Cup dabei.

Frankfurt  – Das Duell Eintracht gegen Kickers wird es diesmal zwar nicht geben, mit Derbys geizt der Frankfurt Cup 2015  dennoch nicht: Unter diesem Namen findet am 10. Januar das inzwischen 37. Frankfurter Hallenfußball-Turnier statt.

Neben der SGE und dem FSV Frankfurt mischt auch der SV Darmstadt 98  nach langer Pause wieder mit.  Vor 21 Jahren nahmen die Lilien letztmals am Budenzauber teil – ehe sie zwei Jahrzehnte lang in den Niederungen der Dritt- und Viertklassigkeit verschwanden. „In den Vorjahren haben wir die Auswahlkriterien wohl nicht erfüllt“, sagt Trainer Dirk Schuster, dessen Team durch den Zweitliga-Aufstieg auch in dieser Hinsicht wieder interessant geworden ist. Entsprechend will Schuster in die Fraport-Arena  nicht in erster Linie Reservisten schicken, wie es etwa die Eintracht in den Vorjahren immer wieder machte: „Wir wollen eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen“, sagt Schuster, für dessen Kader das Turnier eine der ersten Trainingseinheiten nach zweieinhalb Wochen Winterpause darstellt.

Fans kommen hautnah an ihre Stars heran

Schuster will es den Spielern selbst überlassen, ob sie die Hallenschuhe schnüren und das Verletzungsrisiko eingehen wollen. Auch Eintracht-Trainer Thomas Schaaf, der vor allem den Derby-Charakter des Frankfurt Cups hervorhebt, dürfte in erster Linie darauf bedacht sein, Stammspieler wie Alexander Meier  heil durch die Vorbereitung auf die restliche Bundesliga-Saison zu bringen. FSV-Coach Benno Möhlmann  stellt einen anderen Aspekt heraus: „Das Turnier unterstützt das Miteinander zu den Fans.“ Die erleben ihre Stars beim Frankfurt Cup neben dem Platz hautnah und können auf Autogrammjagd gehen.

Kickers nicht dabei

Keinen Platz im Feld fanden diesmal etwas überraschend die Offenbacher Kickers  – Veranstalter und Fernsehen schoben sich dabei den Schwarzen Peter hin und her. Der Veranstalter verwies darauf, dass der live übertragende Sender Sport1 ein Feld aus Bundesligisten fordere. Sport1 widersprach und verwies auf seine – noch recht neue – Positionierung auch als Regionalliga-Sender, der inzwischen regelmäßig Live-Übertragungen von Viertliga-Partien – schon mehrmals auch mit OFC-Beteiligung – ins Programm nimmt.

Finale startet gegen 22.30 Uhr 

Eintracht und Kickers, die am Wochenende stattdessen mehrere Turniere im Osten der Republik spielen, werden also nicht aufeinandertreffen. Im Modus „Jeder gegen jeden“ messen sich nicht nur SGE, FSV und SV 98 miteinander, sondern auch Zweitligist Greuther Fürth und der Schweizer Erstligist Grashoppers Zürich. Dem Turniersieger winken 5000 Euro Preisgeld, dem Zweiten 2500 Euro.

Beginn des „Frankfurt Cups“ ist um 17.45 Uhr, das Finale findet gegen 22.30 Uhr statt. Bereits um 16.30 Uhr stehen sich auf dem Kunstrasen die C-Junioren des JFC Frankfurt und des SV 98 gegenüber. Noch vor dem ersten Spiel der Profis gibt es zudem ein Charity-Torwandschießen zugunsten der Kinderkrebshilfe Frankfurt.

Tickets sind unter www.frankfurtcup.de erhältlich und kosten zwischen 7,50 und 175 Euro. jd

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