Chance auf die Tabellenspitze

Woche der Wahrheit für die FFC-Frauen

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Wird in der FFC-Abwehr vermisst: Saskia Bartusiak (links, hier gegen Lotta Schelin von Olympique Lyon) fehlt den Frankfurterinnen immer noch wegen eines Kreuzbandrisses.

Frankfurt – Die Fußball-Mädels des 1. FFC Frankfurt müssen am Sonntag beim Tabellenzweiten Wolfsburg ran und eine Woche später kommt Spitzenreiter Bayern München ins Stadion am Brentanobad. Der Tabellendritte hat also mit zwei Siegen die große Chance an die Spitze zu kommen. Von Manfred Schäfer

Trainer Colin Bell denkt wie immer von Spiel zu Spiel: „In Wolfsburg wird sich zeigen, ob wir unsere spielbestimmende Dominanz auch im Vergleich mit einem Gegner auf Augenhöhe ausüben können.“ Der Engländer weiß genau, wie stark der Gegner ist, der vor allem zu Hause eine Macht ist: „Die Favoritenrolle liegt beim heimstarken VfL Wolfsburg, wenn aber auf beiden Seiten alle Leistungsträgerinnen gesund sind, ist der Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams nicht groß. Seit Saisonbeginn haben wir unser präzises und schnelles Passpiel weiterentwickelt, doch gegen Wolfsburg hat man noch einen Tick weniger Zeit und muss Präzision und Schnelligkeit auch unter Druck an den Tag legen.“

Defensive ausbauen

Bell hat in den vergangenen Tagen vor allem an der Defensive gefeilt. Offensiv ist seine Mannschaft ja sowieso schon überragend in dieser Saison: „Es geht darum, weiter an unserem Abwehrverhalten zu arbeiten, schließlich haben wir zwar mehr Tore als etwa der VfL Wolfsburg geschossen, dafür aber auch deutlich mehr kassiert.“

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Das Fehlen von Abwehrchefin Saskia Bartusiak (Kreuzbandriss) macht sich nun doch bemerkbar. Trotzdem hofft Bell, dass das bittere 1:2 vom letzten Spieltag der letzten Saison, das den FFC die Meisterschaft kostete, aus den Köpfen ist: „Wir benötigen Spielerinnen, die solche Situationen erkennen und auf dem Spielfeld entsprechend handeln oder Anweisungen geben. Dies hatten uns die Wölfinnen in dieser Partie voraus und nun liegt es allein an uns, die entsprechenden Schlussfolgerungen in die Tat umzusetzen. Gelingt uns das, dann haben wir gute Chancen, die Heimreise aus Wolfsburg diesmal mit einem positiven Gefühl anzutreten.“ Ein Sieg im Wolfsburg wäre natürlich auch gute Werbung für das Heimspiel eine Woche später gegen die Bayern.

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