Champions League-Sieg war der Höhepunkt

FFC Frankfurt bleibt in der Bundesliga unbeständig

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Zu Fall gebracht: Gina Lewandowski (links) und Lisa Evans vom FC Bayern München nehmen Frankfurts Kathrin Hendrich in die Mangel.

Frankfurt - Was für ein Jahr für die Frauen-Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt! In der Bundesliga ging’s auf und ab. Im DFB-Pokal gab’s das Aus in der letzten und auch in der laufenden Saison. Aber alles wurde überstrahlt durch den Gewinn der Champions League. Von Manfred Schäfer

Es war der 14. Mai! Im Finale der Champions League gewann der 1.FFC Frankfurt in Berlin gegen Paris St. Germain 2:1. Wenige Augenblicke vor Schluss gelang Mandy Islacker der Siegtreffer. Was folgte war eine rauschende Feiernacht in den Berliner Klubs. Es war aber fast schon das einzige Highlight des Jahres für den FFC. In der Bundesliga legte man zwar eine fantastische Rückrunde hin. Einem 1:2 zum Start gegen Bayern München noch im alten Jahr folgten neun Siege hintereinander. Aber durch ein 1:1 im letzten Spiel gegen Wolfsburg verspielte man die direkte Qualifikation für die neue Saison in der Champions League. Zum Glück holten die Mädels das in Berlin mit dem Gewinn der Königsklasse nach. Zum Saisonende verließen einige Stammspielerinnen den Verein. Vor allem Torjägerin Celia Sasic (Karriereende) und Vero Boquete (Bayern München) waren nicht zu ersetzen. Entsprechend lief es in der neuen Saison nicht rund. Es begann mit vier Siegen. Allerdings gegen Mannschaften, gegen die ein FFC einfach gewinnen muss.

Nach Wolfsburg-Pleite kam der Bruch

Mit dem 0:2 gegen Wolfsburg begann der Bruch. Es folgte ein blamables 1:1 bei Werder Bremen und dann die nächste Pleite mit 0:1 gegen Bayern München. Eine Woche später dann das Ausscheiden im Pokal in München. Der absolute Tiefpunkt: Das 0:4 in Freiburg. Erstmals stellte sich Trainer Colin Bell selbst in Frage. Zumal man sich auch in der Champions League nur durch ein 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den norwegischen Meister Lilleström ins Viertelfinale quälte. In der Bundesliga folgte ein 5:4 gegen Jena. Aber für Trainer Colin Bell war das alles zu wenig. Am 30. November erklärte der Erfolgstrainer seinen Rücktritt. Sein bisheriger Co-Trainer Matt Ross übernahm und startete mit zwei Siegen. Doch nach dem 2:3 gegen Essen ist es keineswegs sicher, ob er über den Status des Interimstrainers hinaus kommt. Die Entscheidung fällt wohl Ende Februar oder Anfang März.

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