Fordern und Fördern auch außerhalb des Rings

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Max aus Rodgau fiebert dem Boxkampf im Dietzenbacher Bürgerhaus entgegen.

Dietzenbach – Das Capitol des Dietzenbacher Bürgerhauses verwandelt sich am kommenden Samstag, 12. November, in eine Box-Arena. Viele der jungen Akteure fiebern ihrem ersten richtigen Kampf vor Publikum entgegen. Von Norman Körtge

Tickets für die Box-Nacht, die um 19 Uhr beginnt und mit zehn bis zwölf Hauptkämpfe aufwartet, gibt es an der Theaterkasse im Bürgerhaus und in der Box-Halle in der Max-Planck-Straße 9 am Montag und Donnerstag jeweils zwischen 16 und 20 Uhr.

Immer wieder drehen die etwa 25 Jugendlichen im unterschiedlichen Lauftempo ihre Runden um den Boxring in der Dietzenbacher Max-Planck-Straße. Dazwischen gibt es Lockerungs-, Kraft- und Dehnübungen. Diszipliniert und konzentriert befolgen die Nachwuchs-Boxer die Anweisungen ihrer Trainer. Nicht ohne Grund: Einige von ihnen bereiten sich auf ihren ersten richtigen Kampf vor, der am Samstag, 12. November, im Rahmen der ersten Dietzenbacher Box-Nacht vor bis zu 500 Zuschauern steigen wird.
Einer der Kämpfer ist Max. Der 16-jährige aus Rodgau bringt 81 Kilo auf die Waage und wird im Junior-Super-Schwergewicht antreten. „Ein wenig bin ich schon aufgeregt“, gesteht Max, der sich akribisch auf die Boxnacht vorbereitet, zu der auch seine Eltern und sogar die Oma kommen werden. Sechs Mal in der Woche und jeweils zwei Stunden trainiert er zurzeit seinen Körper um fit zu sein.

„Schwierige Jungs“ boxen auch mit

Peter Firner

Dass der 16-Jährige einen Boxkampf im Dietzenbacher Bürgerhaus  bestreiten kann, verdankt er dem Boxprojekt der Stadt Dietzenbach und dem Offenbacher Boxclub Nordend, der das Training in der Kreisstadt seit zwei Jahren betreut. Für Max ist es nicht nur eine Belohnung für hartes Training, sondern auch eine soziale Auszeichnung. „Das hier ist ein Präventionsprojekt, das nach dem Prinzip des Forderns und Förderns funktioniert“, sagt der Offenbacher Cheftrainer Peter Firner, zugleich Präsident des Hessischen Amateurboxverbandes. Zu seinen Schützlingen gehören auch einige zuvor „schwierige Jungs“, wie er sagt.
Zum Fordern gehört dabei ganz klar Disziplin – und zwar nicht nur im Training, sondern auch außerhalb. „Wer bei uns anfangen will, darf zwei Mal in der Woche trainieren. Hält er sich an die Regeln, darf er öfters kommen“, erklärt Firner. Zum Angebot in der Max-Planck-Straße gehören auch Hausaufgabenbetreuung und Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche.

Für die Dietzenbacher Boxnacht hat Firner seine Beziehungen spielen lassen. So kämpfen nicht nur seine Nachwuchs-Boxer über bis zu drei Runden à drei Minuten, sondern er hat auch Spitzenboxer aus der Amateurliga in den dann aufgebauten Hochring im Bürgerhaus eingeladen.

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