Flag-Football: Echsen sind heiß auf das Derby

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Im Gegensatz zum American Football ist Körperkontakt beim Flag-Football verboten. Der Spieler im Ballbesitz wird gestoppt, indem ihm ein heraushängendes Fähnchen (Flag) aus dem Gürtel gezogen wird.

Kelkheim – Wenn es um Flag-Football geht, sind die Kelkheim Lizzards das Maß aller Dinge. Auch in diesem Jahr haben die Echsen wieder zugeschlagen und sich die deutsche Meisterschaft gesichert. Jetzt steht mit dem Big Bowl vom 8. bis 10. Juni die nächste große Herausforderung an. Von Dirk Beutel

Es hat schon etwas ironisches: Dass ausgerechnet die erfolgreichste deutsche Mannschaft im Flag-Football, die SG Kelkheim Lizzards, noch nie das renommierte Big-Bowl-Turnier für sich entscheiden konnte. Doch das will der fünfmalige und amtierende Deutsche Meister in der Halle in diesem Jahr ändern. Nicht zuletzt weil der Ausrichter, die Walldorf Wanderers, gleichzeitig der größte Rivale ist.

„Das liegt nicht nur an der geografischen Nähe zu uns, sondern auch weil wir uns qualitativ auf Augenhöhe befinden“, sagt Andreas Hufer, Quarterback und Vorsitzender der Lizzards. Umso heißer sind die Echsen, wenn es um den begehrten Big Bowl geht. „Das Turnier ist mehr als ein Saison-Schmankerl. Es ist das beste in Deutschland, bei dem sogar Nationalmannschaften aus der ganzen Welt antreten“, sagt Hufer. Seit drei Wochen befindet sich die Mannschaft bereits im Training. Neue Spielzüge werden aber wohl nicht geübt: „Wir haben unser Spielsystem soweit automatisiert, dass wir uns blind verstehen“, sagt Hufer.

Dann eher die Kondition: Denn die Lizzards sind zwar alte Hasen, die im Kern schon viele Jahre miteinander spielen. Allerdings gehen die meisten auf Mitte 30 zu. „Da kann es schon vorkommen, dass einem ein 18-Jähriger Knoten in die Beine läuft“, sagt Hufer mit dem das Spiel der Kelkheimer steht und fällt. Denn er ist der einzige Quarterback in der Mannschaft. Noch haben die Lizzards keinen Ersatz für diese im Football immens wichtige Position gefunden. Ein Nachteil, den das Team vergangenes Jahr beim Big Bowl zu spüren bekam, als Hufer am gefürchteten Noro-Virus litt. Die Folge: Kelkheim landete nur auf dem 13. Platz. Hufer: „Das war sicher Pech für uns. Doch dieses Jahr soll alles anders für laufen.“

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