Fireflags des SV Münster empfangen neun Mannschaften

Premiere für den Gersprenz Bowl

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Beim Flag Football versucht der Verteidiger (vorne rechts), den Gegner zu stoppen, indem er ihm eine Flagge von der Hüfte zieht.

Münster - Sie sind Quarterbacks, Center und Wide Receiver, spielen vereinzelt sogar fürs Nationalteam: Die Flag Footballer des SV Münster. Sie feiern am 25. April eine Premiere und richten den ersten „Gersprenz Bowl“aus. Von Jens Dörr

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Fahne ziehen statt hartes Klammern

Elf Mann umfasst derzeit der Kader der recht exotischen, gleichwohl seit 2008 bestehenden Abteilung, die zunächst zu den Rhinemain Firehawks gehörte, ehe sie sich dem SV Münster anschloss und dort seither weitgehend selbst verwaltet. Der Coach wie vier weitere Spieler sind dabei Akteure der ersten Stunde, nach und nach kamen weitere Akteure diversen Alters hinzu.
So ist in Rainer Blümler der Senior im Team ein Mittvierziger, der jüngst dennoch bei einem Lehrgang in Kelkheim im Taunus für die Nationalmannschaft vorspielte. Das Nationalteam der Bundesrepublik steckt noch in den Kinderschuhen. Auch im Flag Football darf das Gros der Spieler zwar nur von Weltmeisterschaften träumen und eine Aufnahme ins olympische Programm gilt derzeit ebenfalls als äußerst unwahrscheinlich; die Chance auf internationale Einsätze ist gleichwohl deutlich höher, ,als in den meisten eingesessenen Sportarten.

Das Ei muss trotzdem in die Endzone

Die Akteure der Münster Fireflags haben ihren außergewöhnlichen Sport gewählt, weil sie grundsätzlich Anhänger des American Footballs und seiner athletischen wie taktischen Herausforderungen sind, auf den mitunter brutalen Körperkontakt und die damit verbundenen Verletzungsrisiken aber verzichten können. Beim Flag Football gibt es fast keinen Körperkontakt – den Gegner stoppt man nicht mit Bodycheck oder Umreißen, sondern durch das Abziehen einer der beiden kleinen Fahnen des Spielers, der gerade den Ball trägt.

Viele sonstige Merkmale des American Footballs sind hingegen von Flag Football übernommen worden. Vor allem geht es darum, das „Ei“ in die Endzone des Gegners zu tragen. Der Abschluss eines optimalen Spielzugs ist der Touchdown, den der Kontrahent selbstredend verhindern will.

Walldorf Wanderers und Darmstadt Fun Diamonds kommen

In der Regel stehen sich bei Flag-Football-Turnieren, auf denen auch gemischte Teams aus Frauen wie Männern auflaufen, jeweils fünf Offensiv- und fünf Defensivspieler gegenüber. Wer es sich personell leisten kann, tauscht seine Reihe komplett aus, sobald er aus dem Angriff in die Verteidigung wechselt oder umgekehrt. All das kann beim „1. Gersprenz Bowl“ am 25. April erlebt werden, wenn neben den Fire Flags die favorisierten Teams der Walldorf Wanderers und der Darmstadt Fun Diamonds auflaufen sowie aus dem Rhein-Main-Gebiet auch die Frankfurt Purple Flags und die Wiesbaden Allstars. Das Team von Headcoach Frank Aulbach empfängt insgesamt neun Mannschaften. Beginn ist zehn Uhr im Gersprenzstadion, der Eintritt ist frei.

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