Im Video zeigt er seine besten Tricks

Korash Kabir aus Frankfurt ist Calisthenics-Meister

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Mit nur einer Hand stemmt Korash Kabir seinen Körper waagerecht in die Luft.

Frankfurt – Fitnessstudio war gestern! Auch wenn die Temperaturen langsam sinken, zieht es immer mehr Fitness-Anhänger ins Freie. Neuester Schrei: Calisthenics. Korash Kabir aus Frankfurt ist Vorreiter und hat es mit seinen Tricks an der Stange sogar zum Deutschen Meister geschafft. Von Angelika Pöppel 

Sport unter freiem Himmel liegt voll im Trend. Nach den Fitnesstrends Freeletics und Crossfit steigt nun das Interesse an Calisthenics. Der 16-jährige Korash Kabir aus Frankfurt ist Profi an der Klimmzugstange, die bei dem Training im Mittelpunkt steht. Minutenlang dreht und kreist er um das Gerät ohne mit den Füßen abzusetzen, die komplette Kraft kommt aus dem Oberkörper. AlleBlicke der Besucher des Fitnessgeländes an der EZB in Frankfurt sind auf den 16-Jährigen gerichtet, wenn er seine Tricks zeigt. Mit nur einer Hand stemmt er seinen Körper in die Waagerechte oder streckt sekundenlang seine Beine in die Luft. Kabir kann auch die „human flag“, also die „menschliche Flagge“: Seine Beine ragen dabei in die Luft, während er sich nur mit den Händen an einer Stange festhält. „Das ist aber schon wieder Schnee von gestern“. Angesagter ist dagegen die Übung „airplane“, mit der er beweist, wie viel Kraft in seinen Armen steckt: Auf den Unterarmen auf die Stange gestützt, streckt er seine Beine rückwärts nach hinten und verharrt sekundenlang in dieser kräftezehrenden Position. Auf Meisterschaften zeigt Kabir komplette Choreografien und auch seine Lieblingsübung: Beim „Free Sixty“ dreht er sich um die eigene Achse und greift dann wieder sicher an die Klimmzugstange. Sein neuer Rekord: Dreimal hintereinander schafft er die Umdrehung, ohne Abzurutschen – ein wahrer Kraftakt.

Calisthenics-Meister Korash Kabir aus Frankfurt zeigt seine Tricks

Der 16-Jährige Korash Kabir aus Frankfurt ist Deutscher Meister in Calisthenics und zeigt im Video seine Tricks.

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Generell scheinen Workouts im Freien im Trend zu sein. Im Sommer begeisterte noch das Workout-Programm Freeletics Anfänger und Profis gleichermaßen und bescherte zwei Münchner Studenten ein dickes Portemonnaie. Per Smartphone-App gibt ein digitaler Coach Übungen mit dem eigenen Körpergewicht vor: 100 Liegestütze, 50 Kniebeugen und 100 Sprünge und das viermal wiederholen – das extreme Fitnessprogramm soll in kürzester Zeit zu einem stählernden Körper führen. Auch Crossfit soll zum kollektiven Sportmachen im Freien animieren und verbindet Gewichtheben, Sprinten, Eigengewichtsübungen sowie Turnen miteinander.

Höher, schneller und weiter

Unter den Freiluft-Sportlern sind auch immer mehr Calisthenics-Athleten anzutreffen. Dabei ist der Sport nicht neu. Bereits seit zwei Jahren trainiert Korash Kabir an der Klimmzugstange und schaffte es mit viel Schweiß und Fleiß zum Deutschen Meister. Der Trend aus den USA schwappt allerdings erst jetzt allmählich nach Deutschland und findet langsam aber sicher mehr Anhänger. „In Frankfurt bin ich der Einzige, der das so professionell betreibt“, sagt Kabir, der mindestens dreimal in der Woche mit seinem Kumpel Dion trainiert. Um dicke Muckies geht es den Beiden dabei aber nicht. „Die Muskeln kommen von ganz alleine, wenn man neue Tricks übt oder versucht, immer länger seinen Körper hochzustemmen“, erklärt der 16-Jährige. Vielmehr heizen sich die Beiden gegenseitig zu immer schwierigeren und waghalsigeren Übungen an. „Das macht einfach nur Spaß – ich werde nie damit aufhören“, sagt Kabir begeistert. Vor Calisthenics konnte sich der Schüler nicht für Sport begeistern. Heute will er immer weiter an seine Grenzen gehen.

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