FFC-Mädels starten gegen Turbine

Einzigartiger Ausblick, tolles Essen, wichtige Infos: Zur Eröffnungs-Pressekonferenz traf sich die FFC-Familie im Commerzbank-Tower (von links): Manager Siggi Dietrich, die Spielerinnen Geraldine Reuteler, Letícia Santos, Sophia Kleinherne, Laura Feiersinger, Tanja Pawollek und Trainer Niko Arnautis. Foto: Hartenfelser

Der 1. FFC Frankfurt startet am kommenden Freitag in die neue Saison. Das Frauen-Fußball-Bundesliga-Team will sich weiter entwickeln und den nächsten Schritt machen. Wohin der führt, ist offen. Auch wenn das Ergebnis für das Auftaktmatch gegen Potsdam schon abgemacht ist. Von Axel Grysczyk

Frankfurt – 3:1 gewinnt der 1. FFC Frankfurt am kommenden Freitag, 16. August, wenn das Team von Trainer Niko Arnautis die 30. Saison der Fußball-Frauen-Bundesliga gegen den 1. FC Turbine Potsdam eröffnet. Darauf hatten sich die Teilnehmer der Saison-Auftakts-Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag im 49. Stock des Commerzbank-Towers geeinigt. Gastgeber Klaus-Peter Müller, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Commerzbank, hatte als Erster diesen Tipp geäußert. Im Anschluss hatten sich gleich mehrere Teilnehmer der von HR-Moderator Werner geleiteten Runde angeschlossen. Was in der neuen Saison möglich ist, weiß stattdessen niemand. Man werde sehen, wo man im Winter stehe. Coach Arnautis war sich aber sicher, dass die Truppe stärker ist als im vergangenen Jahr. Manager Siegfried Dietrich hoffte, dass es auch in dieser Saison den Mentalitäts-Fußball der vergangenen Serie gibt. Dafür sorgen sollen auch mehrere Verstärkungen: Die Außenverteidigerin und brasilianische WM-Teilnehmerin Letícia Santos (24 Jahre) verfügt genauso wie die österreichische Nationalspielerin Barbara Dunst (21) über Erstligaerfahrung, während die Schweizer Nationalspielerin Sandrine Mauron (22) und die österreichische Nationalspielerin Yvonne Weilharter (18) vor ihrem Debüt in Deutschland stehen. Sjoeke Nüsken, eines der größten deutsche Talente, will ebenso beim FFC durchstarten.

Der FFC-Kader umfasst in der Saison 2019/20 insgesamt 23 Spielerinnen, darunter drei Torfrauen. Der Altersschnitt liegt bei knapp unter 22 Jahren, sodass der FFC auch in dieser Spielzeit eines der jüngsten Teams der Frauen-Bundesliga stellt. Die Jüngste ist weiterhin FFC-Torjägerin und U19-Vize-Europameisterin Shekiera Martinez, die erst Anfang Juli ihre Volljährigkeit feierte. Ebenfalls erst 18 Jahre jung sind Lea Schneider sowie die beiden Neuzugänge Sjoeke Nüsken und Yvonne Weilharter. Älteste und erfahrenste Spielerin (186 Liga-Partien) ist Laura Störzel mit 27 Jahren, die FFC-Verteidigerin geht bereits in ihre sechste Saison für den FFC. Dienstälteste Spielerin ist Saskia Matheis, die seit 2007 die Schuhe für diverse FFC-Mannschaften schnürt. Nach dem Abgang von Marith Prießen wird ein starkes Spielführerinnentrio um Laura Feiersinger, Tanja Pawollek und Laura Störzel die Mannschaft leiten, von denen Tanja Pawollek das Team als Kapitänin aufs Feld führen wird. „Nach sechs intensiven Wochen der Vorbereitung freuen wir uns, dass es am kommenden Freitag losgeht. Wir haben das Fundament für eine erfolgreiche Spielzeit geschaffen und haben uns als Team trotz einiger Abgänge und fünf Neuzugänge sehr schnell zusammengefunden. Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden, wie wir uns neben starken Trainingseinheiten auch mit guten Auftritten in den Testspielen präsentiert haben, auch wenn es natürlich weiterhin gilt – die gesamte Saison über – an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen, einstudierte und erarbeitete Dinge sowie Automatismen weiter zu vertiefen und zu verbessern.“

Der 1. FFC Frankfurt geht mit einem Etat um die 1,5 Millionen Euro in die Saison. Manager Siggi Dietrich kündigte an, dass im Herbst eine Mitgliederversammlung stattfinden wird. Dann wird es darum gehen, die FFC-Mitglieder auf dem Weg zur Integration des FFC in die Eintracht mitzunehmen.

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