Problemkind Chancenverwertung

FFC Frankfurt will noch mehr Tore schießen

+
Frankfurts Yuki Ogimi lässt gleich drei Belgierinnen stehen.

Frankfurt – Nach seinem Kantersieg gegen Lüttich will der FFC Frankfurt diese Euphorie in die Bundesliga mitnehmen und gegen Aufsteiger Bremen wieder zurück in die Spur finden. Von Manfred Schäfer

Der 1. FFC Frankfurt zwischen Champions League und Bundesliga. Ein schmaler Grat. Zuletzt hatten die Mädels Erfolg im europäischen Wettbewerb, mussten aber in der Liga eine Niederlage einstecken. Locker und leicht hat der 1. FFC Frankfurt das Achtelfinale in der Königsklasse erreicht. Nach dem 2:0 im Hinspiel bei Standard Lüttich gab’s im Rückspiel am Donnerstag ein glattes 6:0. Kein Wunder, dass Trainer Colin Bell total zufrieden war: „Ich bin glücklich über unsere Leistung. Vor allem freue ich mich, dass wir endlich mal Tore geschossen haben.“

Das war in der Bundesliga zuletzt nicht der Fall. Gegen Wolfsburg gab’s eine 0:2-Pleite. Die erste Saisonniederlage überhaupt. Aber auch bei den Siegen zuvor haperte es immer wieder an der Chancenverwertung. Bell: „Beim Sieg in Köln hatten wir zwölf richtig dicke Chancen. Da müssen wir einfach mehr Tore schießen.“

Yuki Ogimi schießt keinen Elfer mehr

Immerhin ist es ihm gelungen die Abwehr dicht zu machen. Beim 0:2 gegen Wolfsburg kassierte der FFC die ersten beiden Gegentore der Saison überhaupt. Davon war eines noch ein Gegentor.

Manager Siggi Dietrich freute sich nach dem Sieg gegen Lüttich vor allem über seine Japanerin Yuki Ogimi, die gegen Wolfsburg noch einen Elfmeter verschossen hatte: „Ich freue mich für sie, dass sie nun getroffen hat.“ Das tat gegen Lüttich auch Saskia Bartusiak per Elfmeter. Für Colin Bell ist klar: „Yuki wird keinen Elfmeter mehr schießen.“

Marozsan-Comeback verzögert sich weiter

Am Sonntag geht’s in der Bundesliga bei Aufsteiger Werder Bremen weiter. Bell hofft, dass Simone Laudehr ihre Verletzung überwunden hat: „Ich denke, dass sie zumindest im Kader sein wird.“ Dafür fällt Sophie Schmidt mit einer Rippenfraktur mindestens drei Wochen aus.

Dazu kommt der Problemfall Dzsenifer Marozsan. Die Spielmacherin fehlt seit Saisonbeginn. Nach ihrer Operation am linken Sprunggelenk ist ein Comeback nicht abzusehen. Bell ist skeptisch: „Ich glaube nicht, dass sie dieses Jahr noch mal spielt.“

Übrigens: Am Montag wird in Nyon das Achtelfinale in der Champions League ausgelost. Bell: „Ich habe keinen Wunschgegner.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare