Zum Pokalfinale wieder fit

FFC Frankfurt: Ohne Bartusiak in die Bundesliga 

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Auf solche Bilder muss der 1. FFC Frankfurt erstmal verzichten: Saskia Bartusiak hat sich einen Teilriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen und fällt Monate aus.

Frankfurt – Noch eine Woche bis zum Start der Frauenfußball-Bundesliga. Am nächsten Samstag (zwölf Uhr/live auf Eurosport) geht’s für den 1. FFC Frankfurt mit einem Knallerspiel los. Der Tabellenführer trifft auf den letztjährigen Triple-Gewinner VfL Wolfsburg. Von Manfred Schäfer 

 Es ist das letzte Spiel der Vorrunde und mit einem Heimsieg könnten die Frankfurterinnen einen großen Schritt Richtung Meisterschaft machen. Die Vorbereitung lief hervorragend. Einer Woche Trainingslager in der Türkei mit zwei Testspielsiegen (2:0 gegen Ligakonkurrent Cloppenburg und 4:0 gegen den Schweizer Meister FC Zürich) folgte der Feinschliff zu Hause. Trainer Colin Bell: „Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden, wobei wir uns in der Türkei natürlich besseres Wetter gewünscht hätten. Die beiden Spiele gegen Cloppenburg und Zürich konnten wir dazu nutzen, um im Training einstudierte Inhalte auf hohem Niveau zu testen. Zuletzt haben wir verstärkt im konditionellen Bereich gearbeitet, damit wir die vor uns liegenden Herausforderungen topfit und bestens vorbereitet angehen können.“

Einziger Wermutstropfen während der Vorbereitung war die schwere Verletzung von Abwehrchefin Saskia Bartusiak. Die Nationalspielerin erlitt einen Teilriss des Innenbandes im rechten Knie und fällt wohl zwei Monate aus. Dabei hatte die Innenverteidigerin sogar Glück im Unglück, weil Meniskus und Kreuzband unbeschädigt blieben. Dennoch sagte Bell: „Die Diagnose ist bitter für Saskia und ein Schock für uns alle. Nun gilt es, noch enger zusammenzurücken und den Ausfall einer wichtigen Stütze unserer Mannschaft bestmöglich zu kompensieren.“

Zum Pokalfinale in Köln sicher wieder fit

Aber auch ohne die beste Abwehrspielerin kann der FFC wohl für das Pokalfinale in Köln am 17. Mai planen, bei dem Saskia Bartusiak sicher wieder fit ist. Die Pokalauslosung ergab im Halbfinale ein Heimspiel gegen Zweitligist SC Sand. Und gegen die stehen die Chancen mehr als gut, nicht rauszufliegen. Im Finale geht’s dann gegen den Sieger aus der Begegnung Essen gegen Freiburg.

Manager Siggi Dietrich muss natürlich warnen, auch wenn er genau weiß, dass seine Mannschaft das Spiel eigentlich nicht verlieren kann: „Wir freuen uns, dass uns das Los ein Heimspiel beschert hat und wollen nun vor unseren tollen Fans gegen den SC Sand den letzten wichtigen Schritt nach Köln gehen und zum 13. Mal den Einzug in das DFB-Pokalfinale realisieren. Dabei haben wir größten Respekt vor dem Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, der mit Duisburg und Jena zwei namhafte Bundesligisten ausgeschaltet hat.“

SC Sand ist klarer Favorit

Auch Colin Bell stapelt tief, obwohl seine Mannschaft natürlich der ganz große Favorit ist: „Der SC Sand steht nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga und im Pokal-Halbfinale. In der ehemaligen Potsdamerin Patricia Hanebeck verfügt diese Mannschaft über eine herausragende Bundesliga-Spielerin der vergangenen Jahre. Wir werden uns auf den SC Sand ebenso gewissenhaft und konzentriert vorbereiten wie auf jeden anderen Gegner in Meisterschaft und Pokal.“ Das Halbfinale steigt am 13. oder 14. April.

Jetzt freut man sich aber erst mal auf den Start gegen Wolfsburg. FFC-Trainer Bell: „Wir sind gut vorbereitet und wollen da weiter machen, wo wir im Dezember aufgehört haben.“ Mit einem Sieg natürlich.

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