Vier Bundesligaspiele ohne Sieg

FFC Frankfurt: Gründe für die Krise

+
Die Klasse und die Durchsetzungskraft von Celia Sasic fehlt dem 1. FFC Frankfurt in dieser Saison. Die Neuzugänge konnten die Lücke nach ihrem Abgang noch nicht schließen.

Frankfurt – Vier Bundesligaspiele ohne Sieg, zuletzt ein blamables 0:4 in Freiburg. Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt stecken in der Krise. Da kann auch das Weiterkommen in der Champions League nicht drüber hinwegtäuschen. Es kam nur im Elfmeterschießen (5:4) zustande.

Nach dem 2:0 im Hinspiel beim LSK Kvinner (Norwegen) gab’s zu Hause ein 0:2.  Der EXTRA TIPP nennt die Gründe für die FFC-Krise:

Die Abgänge von Leistungsträgerinnen

Nicht nur der Abgang von Torjägerin Celia Sasic hat ein großes Loch hinterlassen. Auch Vero Boquete fehlt an allen Ecken und Enden. Und auch Spielerinnen wie Kozue Ando, Svenja Huth und Bianca Schmidt fallen ins Gewicht.

Die Neuzugänge schlagen nicht wie erwartet ein

Sechs neue Spielerinnen wurden geholt. Allerdings hat bisher keine so eingeschlagen, wie erwartet. Aber nur Jackie Groenen und Yuki Ogimi spielen regelmäßig. Theresa Panfil (Kreuzbandriss) fällte monatelang aus. Isabelle Linden und Emily van Egmont werden nur ab und zu mal eingewechselt. Jenista Clark spielt überhaupt keine Rolle.

Die Offensive findet nicht statt

Vor allem im Angriff läuft wenig zusammen. Der Verlust von Celia Sasic konnte nicht annähernd wettgemacht werden. Dazu treffen die anderen, die letztes Jahr erfolgreich waren, jetzt auch nicht mehr. Ganze sieben Tore schoss der FFC in der Bundesliga bisher. Letzte Saison hatte Kerstin Garefrekes zu dem Zeitpunkt allein schon soviel und war damit nur zweitbeste Schützin hinter Celia Sasic.

Die großen Vereine mit Männermannschaften graben dem FFC das Wasser ab

Vereine wie Bayern München und der VfL Wolfsburg investieren immer mehr in ihre Frauenmannschaften. Da wird es für einen reinen Frauen-Verein immer schwerer. Jahrelang predigte Manager Siggi Dietrich, dass Konkurrenz gut wäre. Jetzt hat er sie und die Vormachtstellung ist weg.

Der Mannschaft scheint die richtige Einstellung zu fehlen

Trainer Colin Bell traut sich schon gar nicht die Mannschaft mal richtig zusammen zu falten. Sie scheint zu sensibel zu sein und bei großer Kritik in sich zusammen zu fallen. Bell gibt zu: „Ich muss da sehr vorsichtig sein.“

Am Sonntag geht’s in der Bundesliga in Jena weiter.
msä

Mehr zum Thema

Kommentare