Sie wollen Meister werden

FFC: Nur einen Punkt vom Double entfernt

+
Lufthoheit: Kerstin Garefrekes gewinnt das Kopfballduell im Strafraum gegen Potsdams Ada Hegerberg.

Frankfurt  - Der 1. FFC Frankfurt  auf dem Weg zum Double: Am Sonntag treten die Pokalsiegerinnen als Tabellenführer beim VfL Wolfsburg an. Schon ein Unentschieden reicht, um Deutscher Meister zu werden. Von Manfred Schäfer 

Was für ein Jubel beim FFC nach dem 2:1 am vergangenen Sonntag vor 7250 Zuschauern im Frankfurter Volksbank-Stadion gegen Turbine Potsdam. Danach war klar: Nach zwei Jahren ohne internationalen Wettbewerb hat man die Champions League erreicht. Der zweite Platz ist den Mädels nicht mehr zu nehmen. Jetzt wollen sie aber in Wolfsburg noch einen draufsetzen und auch Meister werden. Manager Siggi Dietrich: „Wir wollen dort das Double holen. Champions-League-Sieger gegen DFB-Pokalsieger ist das ultimative Highlight in der stärksten Frauenfußball-Liga der Welt.“

Fehlen von Saskia Bartusiak ist bitter

Allerdings hat Trainer Colin Bell ein paar Sorgen. Beim 2:1 gegen Potsdam zog sich Abwehrchefin Saskia Bartusiak einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Die Nationalspielerin wurde schon am Mittwoch operiert. Da im Knie so einiges kaputt war, muss sie mit einer Pause von bis zu zehn Monaten rechnen. Bell: „Das Fehlen von Saskia Bartusiak ist bitter, aber nun müssen wir diese Lücke, wie im Hinspiel gegen die Wölfinnen, als ,Sassi‘ ebenfalls nicht zur Verfügung stand, im Kollektiv schließen und als Team noch enger zusammenrücken.“ Simone Laudehr rückt in die Innenverteidigung. Ihre Position links hinten übernimmt Ana Maria Crnogorcevic . Die vielseitige Schweizerin ersetzte zuletzt Celia Sasic (Bänderriss im Sprunggelenk) im Angriff. Die beste Torjägerin der Bundesliga (20 Treffer) kam gegen Potsdam schon mal zehn Minuten zum Einsatz, aber es ist noch nicht sicher, ob sie in der Startelf stehen kann. Bell: „Wir arbeiten dran. Aber es wird sich erst kurzfristig entscheiden.“

In Wolfsburg Sieger werden

Der Coach stellt aber auch klar, dass man nicht mit der Zielsetzung ins Spiel gehen wird, auf einen Punkt zu spielen: „Wir fahren ungeachtet aller Rechenspiele nach Wolfsburg, um dort zu gewinnen. Dies entspricht unserer Grundeinstellung, den Platz in jedem Spiel als Sieger zu verlassen. Ich sehe keinen Grund, hieran etwas zu ändern.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare