Fußballclub ist Spitzenreiter in der Hessenliga

Absteiger Eschborn auf Aufstiegskurs

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Der Eschborner Kevin Hillmann (rechts) spielte einst bei Kickers Offenbach. Am Samstag trifft er auf seinen Ex-Verein.

Ein Absteiger auf Aufstiegskurs: Die Hessenliga -Fußballer des 1. FC Eschborn streben die Rückkehr in die Viertklassigkeit an.

Eschborn – Von einem goldenen Herbst kann man in Eschborn zwar nicht sprechen. Dafür von einem herausragenden Sommer. In den Monaten Juli und August hielt sich die Mannschaft von Denis Weiland schadlos, holte aus neun Spielen beachtliche 23 Punkte. Mit sieben Siegen und zwei Unentschieden marschierte Eschborn in der ersten Saisonphase der Hessenliga vorneweg. Damit war nach dem Abstieg aus der Regionalliga und dem personellen Umbruch nicht unbedingt zu rechnen.

Die bisherige Bilanz spricht für ihn. In 17 Spielen holte Eschborn zehn Siege und ging nur viermal als Verlierer vom Platz. Sehr zufrieden zeigt sich der sportliche Leiter Marcus Klandt mit dem bisherigen Saisonverlauf: „Wir haben eine klare Philosophie und Konzeption, die wir mehrere Jahre verfolgen und nun ihre Nachhaltigkeit mit sich bringt“, sagt er. Dazu zähle es, Spieler aus der Region zu integrieren und einen hauptamtlichen Trainer in den Reihen zu haben. Mit dem Thema Aufstieg will sich der sportliche Leiter noch nicht so richtig auseinandersetzen. „Wir denken von Etappe zu Etappe, das gilt auch für die wirtschaftliche Realisierbarkeit“, betont Klandt. Der finanziell klamme Klub hat erst ein Insolvenzverfahren hinter sich. „Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt über die Rahmenbedingungen nachdenken“, so Klandt.

Nach Zwischentief zurück in die Erfolgsspur

Die bisherige Ausbeute von 33 Punkten hätte noch besser ausfallen können – wäre da nicht die englische Woche Ende September/Anfang Oktober gewesen. Da kassierte die Elf um Kapitän Rouven Leopold drei Niederlagen in Serie, gegen TGM SV Jügesheim, FSV Frankfurt II und Hadamar. Das „kleine Zwischentief“, räumt Trainer Weiland ein, „hat schon etwas am Selbstvertrauen der Spieler genagt“. In den vergangenen Wochen kehrten die Eschborner wieder in die Erfolgsspur zurück, gewannen gegen Darmstadt und zuletzt in Lohfelden.

Positiv für den Trainer ist der neu entbrannte Konkurrenzkampf um die Stammplätze. Wegen zahlreicher Verletzungen hatte sich das Team häufig selbst aufgestellt. Mittlerweile hat Weiland bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Sorgen bereitet ihm nur der Ausfall von Verteidiger Ullrich Strenkert . Er zog sich in Lohfelden einen Wadenbeinbruch zu. An einem Spieler kommt der Trainer nicht vorbei. Salvatore Bari erzielte bislang 14 Treffer und gab sechs Torvorlagen, ist damit der zweitgefährlichste Angreifer der Liga. Auch beim 3:1-Sieg in Lohfelden sorgte er für die Entscheidung. Mann des Tages war sein Sturmkollege Anthony Wade , der mit zwei Treffern glänzte – und eine Kampfansage an die Konkurrenz schickte: „Wir sind wieder voll dabei .“

Duell gegen den Tabellenletzten aus Offenbach

Voll dabei sind die Eschborner im Hessenpokal. Am 14. November (19 Uhr) treffen sie im Viertelfinale auf den Drittligisten SV Darmstadt 98. Vor dem Duell mit den „Großen“ steht am heutigen Samstag, 15 Uhr, der Vergleich mit den „kleinen“ Kickers aus Offenbach an. Die OFC-Reserve ist Tabellenletzter. Die jüngsten beiden Kellerduelle beim Hünfelder SV und gegen Bayern Alzenau wurden jeweils 0:2 verloren. Die Offensive des OFC ist mit 16 Toren in 16 Spielen die schwächste der Liga. zin

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