"Der Wegfall des Kapitäns tut richtig weh"

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Ohne Tomasz Jedrzejak wird es schwer für die Rockets, die Borkstedt Wikinger zu schlagen.

Diedenbergen - Die Rockets haben an diesem Sonntag die Chance, eine unberechenbare Saison noch versöhnlich zu beenden. Allerdings ist man auf die Konkurrenz aus Stralsund angewiesen. Von Dirk Beutel

Für den MSC Diedenbergen war es bislang eine Saison mit unvorhergesehenen Höhen und Tiefen.

Dass das Bundesligateam der Rockets nach einem völlig verpatzten Saisonstart noch die Chance auf den Einzug ins Finale bekäme, hatte es wahrscheinlich selbst nicht mehr auf der Rechnung.

Doch die Diedenberger Drifter haben noch die Kurve gekriegt. Nach dem hauchdünnen Heimsieg gegen die Speedwayfahrer aus Brokstedt, (43:41) haben sie jetzt am Sonntag mit einem erneuten Sieg über die Wikinger die Tür aufgeschlagen für das Bundesliga-Finale. Allerdings ist man auf Schützenhilfe vom MC Stralsund angewiesen. Die sind schon fürs Finale qualifiziert, müssten am 18. August den AC Landshut besiegen, dann stünden die Rockets im Finale.

Wegfall des Punktegaranten

Aber soweit ist es noch lange nicht. Erst muss die Hürde in Brokstedt genommen werden. Und das wird alles andere als einfach: Denn am gleichen Tag werden die Playoffs der Extraliga in Polen ausgetragen. Damit verlieren die Rockets neben den starken Junioren Kacper Gomólski und Emil Pulzcinsky auch ihren Kapitän und Punktegarant Tomasz Jedrzejak. „Der Wegfall tut ganz besonders weh“, sagt Teammanager Jürgen Ax. Trotz der vorhandenen Möglichkeit auf das Finale bleibt er auf dem Boden. Die Saison habe schon zu oft gezeigt, dass vor allem die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheide. „Es ist eine verrückte Saison, in der auch die Favoriten öfter mal ins Straucheln kamen“, sagt Ax. Der Personalmangel hat zur Folge, dass drei neue Fahrer für das Team kurzfristig verpflichtet wurden. Allen voran Schwede Peter Karlsson, der aller Voraussicht nach, aufgrund seiner internationalen Erfahrung, den Kapitänsposten übernehmen wird.

Neu an Bord

Für den ersten Juniorenplatz können die Rockets auf den Nachwuchspiloten Nicklas Porsing zählen. Der dänische Pilot fährt dieses Jahr erfolgreich um die Platzierungen bei der Weltmeisterschaft mit. Ebenfalls neu an Bord ist der Däne Dennis Anderson. Nur auf den Positionen vier und fünf bleiben die Rockets mit Kai Huckenbeck und Valentin Grobauer in gewohnter Aufstellung.

Allerdings wurde die Bahn in Brokstedt mit einem neuen Belag überzogen. „Die Wikinger konnten schon drei- bis viermal auf der Strecke trainieren. Wir müssen uns erst auf die neuen Gegebenheiten einstellen“, sagt Ax: „Alles was uns bleibt, ist unsere Hausaufgaben zu machen und die Daumen zu drücken.“

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