Eschborn will endlich den Auswärtsfluch besiegen

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Szene aus der Partie 1. FC Eschborn (blau-weiß) gegen die Reserve der Frankfurter Eintracht.

Eschborn – Zuhause hui, auswärts pfui – der 1. FC Eschborn zeigt in der Regionalliga zwei Gesichter. Auf der heimischen Heinrich-Graf-Sportanlage ist der Aufsteiger noch ungeschlagen und sammelte satte elf Punkte aus fünf Spielen. Neun der zehn Saisontore erzielten sie auf eigenem Platz. Von Jörn Polzin.

Beim überraschenden 3:2-Erfolg gegen den Tabellenvierten aus Homburg zeigten sie ihre beste Saisonleistung. Viel hätte nicht gefehlt und das Team von Trainer Sandro Schwarz wäre auch beim jüngsten Heimspiel gegen die „kleine“ Eintracht aus Frankfurt als Sieger vom Platz gegangen. Am Ende mussten sich die Eschborner mit einem 0:0 zufrieden geben. Wade, Özer, Velemir und Drescher in Durchgang eins, Hilser per Lattentreffer, erneut Wade und zwei Mal Rückkehrer Özer scheiterten entweder knapp oder am Frankfurter Torwart. „Wir waren geduldig und hätten das Tor machen können“, sagte FCE-Trainer Sandro Schwarz und sprach seiner Mannschaft ein großes Lob aus.

Nach neun Spieltagen rangiert der Liga-Neuling mit drei Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen auf dem achten Tabellenrang.

Auswärts setzte es vier Niederlagen bei nur einem Treffer

Eine noch bessere Platzierung verhindert die eklatante Auswärtsschwäche. In der Fremde setzte es für die Eschborner vier Niederlagen bei nur einem erzielten Treffer: 1:2 in Koblenz, 0:1 in Kassel, 0:2 in Elversberg und als unrühmlicher Höhepunkt das 0:2 in Alzenau. Vor allem der uninspirierte Auftritt in Alzenau fuchste Schwarz. „Dort haben wir uns nichts verdient und waren mit dem 0:0 zur Pause noch gut bedient.“ Die richtige Reaktion auf die bislang schwächste Saisonleistung zeigten die Eschborner gegen die Reserve der Frankfurter Eintracht. „Es unterstreicht unsere gute Entwicklung wenn eine Mannschaft wie der Eintracht-Nachwuchs mit einem Punkt zufrieden nach Hause fährt“, sagt der Trainer.

Auch Marcus Klandt sieht den Aufsteiger in der Liga angekommen. „Wir haben gezeigt, dass wir als Aufsteiger mithalten können.“ Sieben ordentliche, ein sehr gutes sowie ein schlechtes Spiel hat der Sportliche Leiter gesehen. Eine Bilanz, die ihn zuversichtlich stimmt.

Und gleich die nächste hat es in sich. Die Eschborner müssen am heutigen Sonntag beim Tabellenfünften 1. FC Kaiserslautern antreten. Die Pfälzer gewannen zuletzt bei Bayern Alzenau mit 3:2 und sind das beste Auswärtsteam der Liga. Stürmer Sascha Wolfert, in der Jugend für die Frankfurter Eintracht und Kickers Offenbach am Ball, hat bereits fünf Treffer auf dem Konto.

Mit einem Sieg könnten die Eschborner den Gastgeber in der Tabelle verdrängen – und ihren Auswärtsfluch beenden. Für Innenverteidiger und Freistoßspezialist Pascal Hertlein ist es nur eine Frage der Zeit bis sich auch in der Fremde der Erfolg einstellt. „Bislang belohnen wir uns nicht für den hohen Aufwand, den wir im Spiel betreiben. Wenn wir aber weiterhin unseren Prinzipien treu bleiben, wird sich das ändern.“ zin

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