Fußball Hessenliga

Spaß am Spiel – aber kein Favorit

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Die Neuen beim FC Eschborn.

Eschborn – Mit einem Auswärtsspiel beim FC Ederbergland startet der 1. FC Eschborn in die Hessenliga-Saison. Anstoß ist am Samstag, 27. Juli, um 15 Uhr. Von der Konkurrenz als Aufstiegsfavorit gehandelt, gibt der Klub erstmal vorsichtige Ziele aus.

Acht Zugänge, sieben Abgänge und ein neuer Cheftrainer: Der FC Eschborn aus der unglücklich verlaufenen Vorsaison hat mit der aktuellen Hessenliga-Mannschaft wenig gemein. Nach dem Abstieg musste sich der Klub neu aufstellen. Leistungsträger wie Zahit Findik (Eintracht Frankfurt U23) oder Denis Talijan (Viktoria Aschaffenburg) zog es zur höherklassigen Konkurrenz. Auch Umut Polat, Gennaro Silvestri, Marcel Niesterdörfer, Can Özer und Velibor Velemir verließen den FCE. Dennoch ist der neue Trainer mit der Zusammenstellung des Kaders zufrieden. „Wir konnten eine Reihe von Eckpfeilern der vergangenen Saison halten und haben eine schlagkräftige Truppe zusammen“, sagt Dennis Weiland.

Gute Truppe zusammenbekommen

Wie sein Vorgänger Sandro Schwarz spielte Weiland einst für den FSV Mainz 05. Sein Trainer von 2001 bis 2006: Jürgen Klopp. „Er war der herausragende Trainer in meiner Profi-Karriere“, betont der 38 Jahre alte Weiland. Klopp habe vorgelebt, wie sich Profifußball auf höchstem Niveau und Spaß vereinbaren lassen. Auf die Komponente „Spaß am Spiel“ setzt Weiland auch in Eschborn – mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern. Fünf der acht Zugänge kommen aus U19 oder U23-Mannschaften, darunter in Can Cosar und Sergio Grena zwei Eschborner Eigengewächse. Kevin Hillmann (Kickers Offenbach), Steve Wagner (RW Frankfurt), Nemanija Saula (TS Ober-Roden) und Celal Yesil (FC Eddersheim) zählen ebenfalls zu den Talenten, die von Kapitän Rouven Leopold (36) aufs Feld geführt werden. „Ich bin positiv überrascht, dass wir so eine gute Truppe zusammenbekommen haben“, sagt der Routinier und verweist auf die knappe 1:2-Niederlage im Testspiel gegen Regionalligist Darmstadt 98. Daran ändere auch die Pleite im Kreispokalfinale gegen Germania Schwanheim nichts.

Auf ein Saisonziel will sich Leopold aber nicht festlegen. „Gesund bleiben und eine gute Saison spielen“ lautet seine Marschroute. Auch Mario Sternheimer, der aus Aschaffenburg zum FCE stieß, ist von der Stärke des Kaders überzeugt. Der Defensiv-Allrounder kennt seinen neuen Klub noch aus Oberliga-Zeiten mit Kickers Offenbach. „Sie waren immer kompakt und aggressiv. Das wird auch in dieser Saison der Fall sein“, betont Sternheimer, der wegen kleinerer Blessuren einen Teil der Vorbereitung verpasste.

Ungewisse Richtung

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Wohin der Weg des FC Eschborn tatsächlich führt? Das Wort „Wiederaufstieg“ will keiner der Verantwortlichen in den Mund nehmen. „Eine Aufstellung mit Namen von Fußballern sagt noch lange nichts über die Leistungsstärke der Mannschaft auf dem Platz aus. Es interessiert mich derzeit nicht, ob uns jemand als Aufstiegsfavorit handelt oder nicht“, stellt Trainer Weiland klar. Die Hessenliga verfüge über eine Reihe starker Teams wie den SV Wiesbaden, FSV Fernwald und FSV Frankfurt U23. „Wir wollen im oberen Drittel mitmischen, alles Weitere wird sich im Saisonverlauf ergeben.“ zin

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