Eschborn hofft auf doppelte Schützenhilfe

FC Eschborn (blau-weiß) und Eintracht Frankfurt II bangen um den Klassenerhalt. Foto: zin

Eschborn – Herzschlagfinale in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nach dem letzten Spieltag ist die Zukunft von vier Klubs noch ungeklärt.

Während der KSV Hessen Kassel und der FC Elversberg den Aufstieg in die dritte Liga im Visier haben, bangen Eintracht Frankfurt II und der 1. FC Eschborn um den Klassenerhalt. Dabei müssen die Kellerkinder auf Schützenhilfe hoffen – der FCE sogar auf doppelte.

„Wir sind noch im Rennen“, verkünden die Fußballer des FC Eschborn auf ihrer Homepage. Ob der Tabellen-16. viertklassig bleibt oder den direkten Weg zurück in die Hessenliga antreten muss, entscheidet sich an diesem Wochenende. Das Verzwickte: Den Ausgang können die Eschborne nicht mehr beeinflussen, müssen auf Schützenhilfe hoffen und kräftig Daumen drücken. Nur wenn zwei Mannschaften aus der Südwest-Staffel den Aufstieg in die dritte Liga schaffen, hält der FCE die Klasse. In der Relegation treten Meister KSV Hessen Kassel (gegen Holstein Kiel) und der Tabellenzweite SV Elversberg (gegen 1860 München II) an. „Wir hoffen auf einen positiven Ausgang der Spiele“, sagt der sportliche Leiter Marcus Klandt. Die Chancen für die beiden Südwest-Vertreter und folglich die Rettung des FC Eschborn bezifferte Klandt anfang der Woche noch auf „50 zu 50“.

Nach den Hinspielen dürfte die Wahrscheinlichkeit etwas gesunken sein. Holstein Kiel, Meister der Regionalliga Nord, setzte sich vor heimischem Publikum mit 2:0 gegen Kassel durch. Die Aufstiegsträume des KSV erhielten damit einen herben Dämpfer. Im Rückspiel benötigen die Nordhessen im heimischen Aue-Stadion einen Sieg mit drei Toren Differenz, um den Sprung in Liga drei zu schaffen. Nach der schwachen Vorstellung vom Mittwoch erscheint dies eher unrealistisch. Bessere Karten besitzt der SV Elversberg nach dem 3:2 im Heimspiel gegen die Münchner „Löwen“. Bereits ein Unentschieden genügt Elversberg, um den größten Erfolg der 106-jährigen Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Im dritten Spiel gewann RB Leipzig (Regionalliga Nordost) gegen die Sportfreunde Lotte (Regionalliga West) mit 3:0. Alle Rückspiele werden am Sonntag (14 Uhr) ausgetragen.

Unabhängig vom Ausgang steht für Eschborns Trainer Sandro Schwarz fest: „Meine Mannschaft hätte sich den Klassenerhalt verdient.“ Mit sieben ungeschlagenen Spielen in Serie zog der FCE noch am FSV Frankfurt II vorbei, der wie Bayern Alzenau und Idar-Oberstein als direkter Absteiger feststeht. „Einsatz, Kampfgeist und Moral“, zählt Schwarz auf, „haben uns dort hingebracht.“ Nur das schlechtere Torverhältnis trennt Eschborn von der punktgleichen Reserve der Frankfurter Eintracht. Als 15. müssen die jungen „Adlerträger“ ebenfalls noch zittern, haben aber die bessere Ausgangslage. Ein Sieg von Kassel oder Elversberg würde zum endgültigen Klassenerhalt für die SGE reichen.

Insofern sitzen SGE und FCE quasi in einem Boot. Schwarz persönlich würde der Regionalliga-Verbleib den Abschied erleichtern. Er übernimmt ab nächster Saison die U19-Bundesliga-Mannschaft vom FSV Mainz 05. Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Assistenzcoach Trainer Niklas Weiland rückt auf in die Rolle des Cheftrainers. Wie die Zukunft der Eschborner aussieht, entscheidet sich am Sonntag gegen 15.45 Uhr. zin

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare