Erst in die USA, dann auf die Profi-Tour

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Volle Konzentration: Julian Lenz vom TC Bad Homburg hat ein Stipendium der amerikanischen Universität Baylor bekommen.

Bad Homburg – Der 19-jährige Julian Lenz hat ein Stipendium für die Universität von Baylor bekommen. Dort will sich das Tennis-Talent des TC Bad Homburg den Feinschliff für die Profi-Tour holen. Im Interview mit dem EXTRA TIPP erzählt er, was er sich in den USA erhofft.

Herr Lenz, warum die Entscheidung für ein Studium in den USA und erstmal gegen eine Profi-Karriere?

Die USA bietet einen optimalen Mix aus Tennis und Studium. Natürlich steht die Arbeit auf dem Tennisplatz im Vordergrund. Als ich Entscheidung getroffen habe nach Texas zu gehen, sah ich mich noch nicht in der Lage, direkt auf der Tour Fuß fassen zu können.

Was versprechen Sie sich ganz konkret von der Universität?

Baylor hat einen sehr guten Ruf. Die Zeit dort wird mir helfen, mich physisch und vor allem psychisch nochmals ein Stück weiter zu entwickeln. Dann wird mir der Sprung wahrscheinlich wesentlich leichter fallen.

Wie lange ist der Aufenthalt dort geplant?

Ich werde drüben alles geben und versuchen, mich schnellstmöglich zu verbessern. Wenn ich merke, dass ich gut genug bin, werde ich auch schon nach einem Jahr zurückkommen und als Vollzeit-Profi mein Glück versuchen.

Was fehlt Ihnen noch im Vergleich zu den Spitzenspielern?

Ich habe schon mehrmals bewiesen, dass ich gegen sehr gute Spieler mithalten und sie sogar bezwingen kann. Dennoch fehlt mir langfristig die Konstanz, um mein Spielniveau zu halten. Ich habe noch zu häufig Aussetzer und bleibe unter meinen Fähigkeiten.

Im vergangenen Jahr war der große Triumph mit dem Doppel-Titel im Juniorenfeld der US-Open in New York. Wie beurteilen Sie ihre jüngsten Entwicklungen?

Mit meiner Entwicklung bin ich insgesamt zufrieden. Wegen dem Abistress habe ich zuletzt nicht so viele Turniere spielen können. Dort lief es dann aber ganz gut, wie bei den Hessenmeisterschaften in Bad Homburg.

Apropos Bad Homburg. Wie schwer fällt es Ihnen, die sportliche Heimat zurück zu lassen?

Klar wird es erstmal ungewohnt sein, für so lange Zeit von zu Hause weg zu sein. Aber ich denke, das ist kein großes Problem, weil ich viele aus meinem Team schon kenne und wir uns gut verstehen. Auf jeden Fall wird der Kontakt nach Bad Homburg bestehen bleiben. Ich bin ja im Grunde nur von September bis Mai weg, also kann ich auch weiter für den TC in der Hessenliga spielen. zin

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