Nach Verletzungspech doch erfolgreich

Das Abenteuer geht weiter: Judofrauen aus Bad Homburg bleiben in Zweiter Bundesliga

+
Sie bleiben der Zweiten Bundesliga erhalten: Die Judodamen der HTG Bad Homburg haben sich für die neue Saison qualifiziert.

Bad Homburg – Die Judofrauen der HTG Bad Homburg gehen wieder in der Zweiten Bundesliga auf die Matte. Erfolge feierten auch die weibliche U18 und die Männer. Und der Klub-Präsident sorgte für einen Paukenschlag.

Im Juni hatten die Judofrauen um Haaresbreite den Klassenerhalt verpasst. Nur ein Punkt fehlte, um die wechselhafte Saison doch noch zu einem positiven Abschluss zu bringen. Nach der 3:4-Niederlage gegen Chemnitz war der Abstieg besiegelt und die Enttäuschung groß. „Wir haben in der Saison gezeigt, dass wir auf Zweitliga-Niveau kämpfen können“, blickt Übungsleiter Mario Rolle zurück. Zu diesem Zeitpunkt galt es, die Kräfte zu bündeln, um sich auf die im September beginnende Regionalliga-Saison einzustimmen. Doch das müssen sie nicht. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Abenteuer Zweite Bundesliga geht weiter. Möglich macht es die erfolgreiche Teilnahme beim Qualifikationsturnier. Die Kurstädterinnen setzten sich gegen den VfL Sindelfingen (4:3) als auch gegen den amtierenden Bayernliga-Meister TuS Bad Aibling (5:2) durch. In der abgelaufenen Runde war die HTG gegen Sindelfingen mit 3:4 unterlegen gewesen. „Die Leistung ist umso höher einzuschätzen, da wir wieder eine Reihe von Ausfällen zu beklagen hatten“, betont Trainer Mario Rolle.

Kampf mit Verletzungen

Mit Diana Zweigardt, Marie Klose, Marieke Manzel, Vanessa Tyminski, Anica Schlesinger, Diana Süß, Marie Neuhoff und Isabella Dietz fehlten acht Leistungsträgerinnen. Auch Olympia-Hoffnung Soraya Bernstein, die aufgrund von Verletzungen und internationalen Einsätzen die gesamte Saison verpasst hatte, stand nicht zur Verfügung. Lisa Männche holte den vierten Punkt in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm kampflos. Vor dem entscheidenden Aufstiegs-Duell gegen die TuS Bad Aibling stellte Rolle seine Mannschaft um – mit Erfolg. Das überraschend deutliche 5:2 durch Punkte von Svenja Schwinger, Natalija Kubin, Nicole Ratkay, Regina Hirsch und Mirja Anders machte die Qualifikation für die Zweite Liga perfekt. „Der Wettkampf spiegelt den Saisonverlauf wider. Wir hatten ständig mit Verletzungen zu kämpfen, haben aber gut zusammengehalten. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, betont Rolle.

Bei bis zu neun Ausfällen an einem Kampftag, musste der Trainer das Team immer wieder kräftig durcheinander mischen. Das soll sich in der neuen Saison ändern. Hoffnung machen vor allem die Eigengewächse. So verteidigten die U18-Frauen vor wenigen Tagen den Titel bei der Südwestdeutschen Meisterschaft und sicherten sich damit das Ticket für die nationalen Titelkämpfe. Doch nicht nur bei den weiblichen Judoka läuft es rund. Die HTG-Männer kehrten mit Bronze von den Südwestdeutschen zurück. Sogar über eine WM-Medaille darf sich der Judoclub freuen. Ralph Gotta gewann bei der Veteranen Weltmeisterschaft in Abu Dhabi in der Altersklasse M6 (55 bis 60 Jahre) Bronze. Er geht mit gutem Beispiel voran. Denn der Judo-Großmeister ist – ganz nebenbei – noch Präsident der HTG Bad Homburg. zin

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare