Englische Reize sind für Rode weit weg

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Sebastian Rode gehört seit dieser Saison zu den Stammspielern bei Eintracht Frankfurt.

Frankfurt – Erst Abräumer vor der Abwehr, dann Innenverteidiger und jetzt Flügelflitzer. Sebastian Rode zählt zu den vielseitigsten Spielern bei Eintracht Frankfurt. Im Interview spricht der 21-Jährige über die Siegesserie, tief stehende Gegner und die Partie am Montag bei Erzgebirge Aue.

Sebastian Rode, sind die Akkus nach der englischen Woche wieder aufgeladen?

Die beiden trainingsfreien Tage haben richtig gut getan. Erst die 120 Minuten im Pokal gegen Kaiserslautern, dann das Spiel am Sonntag in Ingolstadt – das spürt man schon in den Knochen.

Erklärt das auch die mäßige Leistung beim 1:1 in Ingolstadt?

Klar hat sich die fehlende Spritzigkeit bemerkbar gemacht. Wir wissen selbst, dass wir schlecht gespielt haben und am Ende mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen.

In der Liga ist die Eintracht nach 13 Spielen ungeschlagen. Wie wichtig ist es, dass diese Serie weiter Bestand hat?

Mental hilft das auf jeden Fall weiter. Außerdem haben wir mit dem Ausgleichstreffer in der 96. Minute ein Zeichen an die Konkurrenz gesetzt, dass mit uns immer zu rechnen ist. Schön wäre es, wenn wir bis zur Winterpause diese Serie fortsetzen könnten.

An der Tabellenspitze geht es sehr eng zu. Düsseldorf, St. Pauli, Fürth und die Eintracht geben sich im Aufstiegsrennen keine Blöße. Hatten Sie damit gerechnet?

Dieser Vierkampf war absehbar. Dass alle Teams aber zu diesem Zeitpunkt so eine hohe Punkteausbeute haben, hätte ich nicht erwartet. Letztlich wird es darauf ankommen, wie die Spitzenteams gegen die vermeintlich kleinen Gegner abschneiden.

Unter Trainer Armin Veh spielen Sie nicht mehr als klassischer Abräumer vor der Abwehr, sondern im rechten Mittelfeld. Wie kommen Sie damit zurecht?

Ich arrangiere mich eigentlich ziemlich schnell mit neuen Positionen. In der Vorsaison musste ich in der Innenverteidigung aushelfen, auch das hat gut geklappt. Mit der Zeit bekommt man die nötige Sicherheit und Konstanz auf der ungewohnten Position.

Persönlich läuft es für sie richtig rund. Sie sind Stammspieler bei der Eintracht, haben erste Einsätze in derU21-Nationalmannschaft hinter sich. Da gibt es wenig auszusetzen, oder?

Mal abgesehen vom Abstieg aus der Bundesliga ist das richtig. Mein Ziel war es, in dieser Saison Stammspieler zu sein. Das habe ich erreicht. Der Trainer schenkt mir Woche für Woche das Vertrauen. Bei der Nationalmannschaft stehen demnächst wieder Lehrgänge an. Ich hoffe, da bin ich wieder dabei.

Zuletzt sollen sogar Spielbeobachter aus Tottenham wegen Ihnen im Stadion gewesen sein. Sehen wir Sebastian Rode bald in der englischen Premier League?

Wer weiß, ob die auch tatsächlich wegen mir da waren (lacht). Ich weiß jedenfalls nichts von einem Interesse. Mein Ziel ist es, möglichst bald wieder in der Bundesliga zu spielen. England hat sicher eine reizvolle Liga, aber soweit denke ich noch lange nicht.

Jetzt steht erstmal das Spiel in Aue an. Was erwartet die Eintracht dort?

Aue hat eine sehr lauf- und kampfstarke Mannschaft. Montagabend-Spiele mit Live-Übertragung sind immer etwas Besonderes. Das haben wir schon in Dresden erlebt. In Aue wird die Stimmung ähnlich aufgeheizt sein. Wir müssen Geduld haben und unser Spiel durchziehen. zin

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