Nach 4:2 gegen die Bietigheim Steelers

Löwen Frankfurt fehlt nur noch ein Sieg zur Meisterschaft

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Archivfoto

Bietigheim - In der dritten Finalbegegnung um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft der DEL2 mussten die Löwen Frankfurt nach Bietigheim zu den Steelers und kamen dort zu einem 4:2. Nun haben die Frankfurter in der „Best of Seven“-Serie nach der 3:0-Führung gleich vier Matchpucks. Von Uwe Lange

Frankfurts Torjäger C.J.Stretch hatte nach den ersten beiden Siegen voreilige Gratulanten abgewehrt: „Wir haben erst die Hälfte des Weges hinter uns gebracht, denken nur noch von Spiel zu Spiel“ wischte der Kanadier alle Vorschusslorbeeren vom Tisch. Bietigheims Trainer Kevin Gaudet wusste um „die wahrscheinlich letzte Chance, im Heimspiel die Serie noch zu drehen“, wies aber auf die Ausfälle seiner Stürmer Frederic Cabana und David Wrigley hin, da „man die Löwen nur in Bestbesetzung schlagen kann“.

Frankfurt hingegen fuhr mit fast dem kompletten Aufgebot ins Ellental, musste aber erneut Verteidiger Mike Card verletzungsbedingt ersetzen, für den Nico Oprée zum Einsatz kam.

Die Gäste begannen vor 4.167 Besuchern mit demselben Elan der ersten Begegnungen, wollten ihre erfolgreiche Strategie nicht ändern, den Gegner früh unter Druck setzen. Dennoch währte es gut fünf Minuten bis beide Teams die optimale Betriebstemperatur erreicht hatten, die lebhafte Partie noch mehr Fahrt aufnahm. Es dauerte aber bis zur zwölften Spielminute, bis Zählbares auf der Anzeigetafel erschien, die Löwen ein Überzahlspiel zum 1:0 nutzten. Clarke Breitkreuz war es, der einen Abpraller als Erster erkannte und diesen in die Maschen drosch. Die Pausenführung der Hessen war verdient, obwohl die Steelers auch ihre Akzente setzten, Brett Jaeger im Löwen-Gehäuse aber äußerst sicher agierte.

Fotos: Peter Feldmann empfängt Löwen Frankfurt im Römer

Frankfurt setzte auch im zweiten Abschnitt auf sein einfaches, schnörkelloses Spiel mit viel Tempo und versuchte Fehler zu vermeiden. Als ein solcher den Bietigheimern unterlief, sich Löwen-Goldhelm Matt Pistilli den Puck wieder erkämpfte und an C.J.Stretch weitergab, traf der ins Netz (24.) Kurz darauf vergab Shawn Weller die beste Chance für seine Steelers, als er mit einem Solo am glänzenden Brett Jaeger scheiterte. Aber auch der musste sich 29 Sekunden vor der zweiten Pause geschlagen geben, als Verteidiger Bastian Steingroß von der blauen Linie für die Heimmannschaft traf, den Fluch der über 100 Minuten ohne Tor für seine Farben beendete.

Drittel drei begann mit einem Paukenschlag, denn Publikumsliebling Nils Liesegang traf mit einem Kracher aus der Distanz (42.), der Steelers-Schlussmann Sinisa Martinovic von den Beinen riss. Als dann Youngster Lukas Laub sich durchsetzte (52.), den Puck perfekt traf, feierten die 500 mitgereisten Löwen-Fans lautstark ihr Team. Der Anschluss der Steelers in Überzahl (57.) durch Adam Borzecki war mehr Ergebniskosmetik, brachte die Löwen nicht mehr in Gefahr. „Und ewig grüßt das Murmeltier“ war die niederschmetternde Diagnose von Kevin Gaudet zum Spiel seiner Mannen, die immer und immer wieder an Brett Jaeger scheiterten, während die Löwen jeden kleinen Fehler nutzten.

Freitag könnte schon die Entscheidung fallen

Schon am Freitag können die Löwen vor heimischer Kulisse am Ratsweg (19.30 Uhr) den Meisterpokal in den Händen halten, mit einem Sieg den ersten Matchpuck von deren vieren verwandeln. Für dieses Spiel sind schon jetzt nur noch Stehplatztickets verfügbar. Die ausführlichen Spielberichte aller folgenden Finalbegegnungen sind direkt im Anschluss der Partien natürlich auf www.extratipp.com zu finden. 

Bisherige Spielberichte der Final-Partien

Spiel 1: 7:5 gegen die Bietigheim Steelers: Löwen starten mit Sieg in die Final-Playoffs

Spiel 2: 4:0 im zweiten Spiel: Löwen fegen Steelers vom Eis

Die Halbfinal-Partien zum Nachlesen

Partie 1: 4:1 - Löwen sichern sich ersten Sieg im Halbfinale der Playoffs

Partie 2: Eishockey-Playoffs: Löwen siegen auch in Kassel

Partie 3:  3:1 gegen die Kassel Huskies: Löwen fehlt nur noch ein Sieg zum Finale

Partie 4: 7:6 Schützenfest: Löwen Frankfurt kämpfen sich ins Finale der Playoffs 

Wie die Löwen im Viertelfinale die Freiburger Wölfe besiegten und die „Best-of-Seven“-Serie mit 4:0 gewannen, ist hier nachzulesen. 

Fotos: So spektakulär war das Summer Game der Löwen

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