0:4 gegen Kassel Huskies

Löwen Frankfurt kassieren desaströse Derby-Niederlage

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Die Huskies Manuel Klinge und Braden Pimm spielen Tyler Plante aus.

Frankfurt - Kein Erfolgserlebnis gab es für die Löwen Frankfurt in Partie drei des Playoff-Viertelfinales mit dem 0:4 (0:1; 0:1; 0:2) bei den Kassel Huskies, liegen sie doch nun 0:3 in der Best-of-Seven-Serie zurück. Von Uwe Lange

Die Löwen konnte bis auf den am Knie verletzten Stürmer Dennis Reimer (Saisonende) in ihrer stärksten Aufstellung beginnen, wollten mit einfachem engagierten Spiel den Huskies frühzeitig den Schneid abkaufen. Frankfurt startete zögerlich, man spürte förmlich die Verunsicherung des Teams nach den Auftaktniederlagen. Auch Kassel tat nicht mehr, als man erwarten durfte, hatten aber auch nicht den Druck des unbedingt gewinnen müssens.

Husky-Torjäger Jamie MacQueen brach dann den Bann (15. Minute) in einem mäßigen Eröffnungsdrittel, als er die wieder einmal viel zu passive Löwen-Defensive ausmanövrierte. Ein typisches Gegentor der Frankfurter Abwehr, da deren aufgerückter Verteidiger hinter dem Kasseler Tor leicht gebremst wurde, der Gegenangriff der Huskies prompt erfolgte, und die mit dem hilfsbereiten Kollegen aber eben gelernten Stürmer weniger Mühe hatte. Die vielen Strafzeiten der Löwen im ersten Abschnitt (18 Minuten) machten das Leben auch nicht leichter, da Kassel keine einzige Dummheit beging.

In Unterzahl zum 2:0

Auch im Mitteldrittel konnten die mitgereisten Löwen-Fans die Chancen ihres Teams mit der sprichwörtlichen Lupe suchen und fast an einer Hand abzählen. Besser machten es da die Nordhessen, die ein Unterzahlspiel zum 2:0 nutzen konnten. Schon jetzt musste man den Löwen jegliche Playoff-Mentalität absprechen, die jedoch Charakter und Willensstärke verlangt. Die ist in Frankfurt 2016 nicht zu erkennen, der Auftritt war an Leb- und Hilflosigkeit nicht zu überbieten.

Der letzte Abschnitt sah Umstellungen, die Trainer Rich Chernomaz in seinen Reihen vorgenommen hatte, aber als letzter Strohhalm einzustufen waren. Nach 32 Sekunden torpedierte Verteidiger Mike Card die Maßnahmen seines Chefs an der Bande, musste wegen eines Stockfouls auf die Strafbank. Dort blieb er nur ganze sieben Sekunden, denn länger brauchte Braden Pimm nicht, um das Überzahl zur endgültigen Entscheidung zu nutzen.

Fotos: All-Star-Game der Löwen-Unterstützer

Die Harmlosigkeit der Frankfurter irritierte selbst die 4.500 Besucher des Spiels, eine solch desaströse Vorstellung der Löwen hatten selbst kühnste Husky-Optimisten nicht zu hoffen gewagt. Körperspiel = null, Tore = null, somit sollte die Null wohl Bestand haben in diesem fast schon denkwürdigen Match, bei dem sich die mitgereisten Löwen-Anhänger fast schon fremdschämen mussten. Als der erste gefährliche Torschuss in den letzten 20 Minuten auf das Gehäuse von Kassels Goalie Markus Keller kam, zeigte die Stadionuhr inzwischen die 52. Spielminute.

Nur sein Gegenüber auf Frankfurter Seite, der US-Amerikaner Tyler Plante bäumte sich gegen das drohende Debakel auf, aber auch er konnte das 0:4 erneut durch Jamie MacQueen (57.) nicht verhindern. Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) steht somit in eigener Halle am Ratsweg das vierte Spiel der Serie an, bei dem sich die Löwen mit einer weiteren Niederlage in die Sommerpause verabschieden dürfen, während sich die blau-weißen Schlittenhunde und ihre Fans im Halbfinale der besten vier Teams erfreuen.

Die ausführlichen Spielberichte zum ersten Spiel der Playoffs sowie der zweiten Partie gibt es hier nochmal zum Nachlesen. 

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