Eishockey-Oberliga

Mit voller Kraft ins Derby: Frankfurter Löwen empfangen Kassel Huskies vor der Meisterrunde

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Die Fans erwarten wieder ein spannungsgeladenes Derby: Zuletzt gingen die Kassel Huskies mit Michael Christ (links) gegen Clarke Breitkreuz und die Frankfurter Löwen mit 1:5 unter.

Frankfurt – Auf den Moment haben die Frankfurter Löwen gewartet. Vor Beginn der Runde der besten sechs Teams kommt es zum Kräftemessen mit den Kassel Huskies. Von Uwe Lange 

Mit dem inoffiziellen Titel des unbesiegten Hauptrundenmeisters haben die Löwen Frankfurt ihrer treuen Fangemeinde ein hübsches Päckchen unter den weihnachtlich geschmückten Tannenbaum gelegt. Der hat keine nachhaltige Aussagekraft auf dem noch langen Weg zum angestrebten Aufstieg in die Zweite Liga, soll aber der Konkurrenz zeigen, dass der Favorit vom Main vom ersten Tage an mit voller Kraft voraus durch die oft stürmische und lange Oberliga-Saison fahren will.

So durften auch die Mannen um Kapitän Stephan Kreuzmann ihre interne Weihnachtsfeier am Mittwoch in vollen Zügen und bei guter Laune entspannt genießen, aber selbst bei Wildschweinbraten, Rotkohl und Klößen stand das kommende Wochenende im Fokus der Gespräche. Mit den Kassel Huskies treffen die Löwen am Sonntag, um 18.30 Uhr auf ihren vermeintlich stärksten Widersacher, der aber schon sechs Punkte Rückstand auf die Südhessen vorweist.

Huskies mit Platz Zwei nicht zufrieden

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Mit Platz Zwei wollen sich die VW-Städter nicht zufrieden geben, haben vor Wochenfrist erneut den Trainer gewechselt und mit dem Ex-Nationalspieler Jürgen Rumrich einen neuen Coach verpflichtet. Der bisherige Chef Jesse Panek nimmt seinen ursprünglichen Platz als Co-Trainer an der Bande ein. Rumrich will den Löwen „endlich die erste Niederlage in der Hauptrunde beibringen“, nachdem die Frankfurter im Hinspiel in Kassel die Nordhessen mit einem 5:1 Erfolg geradezu demütigten. Das wiederum will Löwen-Coach Tim Kehler verhindern, zumal der Vorverkauf eine große Kulisse erwarten lässt und man Eigenwerbung für die am 20. Dezember mit dem Spiel gegen Duisburg beginnende Meisterrunde der besten sechs Teams machen möchte. Außer den beiden Hessen und Duisburg haben sich Unna, Hamm und der Aufsteiger aus Herne für diese Runde qualifiziert, die bis zum 9. Februar dauern wird und in der die besten Startplätze für die folgende „Verzahnungsrunde“ mit den Teams des Ostens und Nordens der Oberliga vergeben werden.

So ist dieses Hessen-Derby gegen die Schlittenhunde die Gelegenheit, sich auf die höheren Aufgaben einzustimmen, die kräftemäßig einiges von den Kufencracks abverlangen wird. So haben die Terminplaner alleine drei Spieltage in nur vier Tagen zwischen Weihnachten und Silvester angesetzt, was selbst einem austrainierten Profiteam einiges abverlangen dürfte. Meckern und Klagen gilt jedoch im Gegensatz zu manchem verwöhnten Balltreter im Löwen-Umfeld nicht, die Trainingsarbeit wird in dieser Zeit reduziert und die Regeneration in den Vordergrund gerückt. Der deutsch-kanadische Torjäger Richard Mueller freut sich auf die weihnachtliche Hektik: „Jetzt kommt die Phase der Saison, für die du das ganze Jahr so hart trainierst. Alle Spiele haben Endspiel-Charakter, besonders in den Hessen-Derbys gegen Kassel spielen wir für unsere tollen Fans, für die Siege in diesen Matches das schönste Geschenk sind.“

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