Wieder ein Eishockey-Sieg

Löwen Frankfurt gewinnen gegen Eisbären

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Löwe Marc Wittfoth scheitert an Hamms Keeper Christian Wendler.

Hamm - Während das närrische Volk fröhlich durch die Straßen der Städte zieht, ist bei den Löwen Frankfurt der Alltag nach den ersten vier Partien der Qualifikation zur Aufstiegsrunde für die Zweite Liga eingekehrt. Von Uwe Lange

Mit der vollen Punktausbeute von zwölf Zählern führen die Schützlinge von Trainer Tim Kehler souverän die Polonaise ihrer Gruppe an und haben die Wunschposition inne, die sie am Rundenende am 23. März auch besetzen müssen, um an der am 28. März startende Aufstiegsrunde zur DEL2 teilnehmen zu dürfen. Bei der freitäglichen Partie in Hamm zogen sie den Eisbären mit einem 10:2 (2:1, 4:0, 4:1) das Fell über die Ohren. Für die Löwen trafen Richie Mueller (4), Marc Wittfoth (2), Marton Vas, Richard Gelke, Clarke Breitkreuz und Chris Stanley ins Gehäuse des Ex-Frankfurters Christian Wendler.

Zwei Comebackes standen im Mittelpunkt

In Hamm standen zwei Comebacks im Mittelpunkt des Interesses der mitgereisten Frankfurter Fans. So durfte Löwen-Verteidiger Manuel Neumann sich über eine gelungene Rückkehr freuen, der nach einer schweren Schulterverletzung wieder langsam Spielpraxis für die folgenden Aufgaben sammeln soll. Dabei kam es nach sieben Jahren erstmalig zum Zusammenspiel mit seinem jüngeren Bruder Marcel, der Ende Januar vom Zweitliga-Champion aus Bietigheim an den Main wechselte und bislang einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat. „Hat richtig Spaß gemacht, nach so langen Jahren mit dem Großen aufs Eis zu gehen“, freute sich Marcel über die Wiedervereinigung des Neumann-Clans. Auch ein Youngster strahlte über das ganze Gesicht: Noureddine Bettahar (19) zog nach Monaten der Reha aufgrund einer Sprunggelenk-OP seine Schlittschuhe wieder an, nachdem er zuvor in der zweiten Mannschaft der Löwen erste Gehversuche erfolgreich absolviert hatte.

Ziel vor Augen: Aufstieg in Liga 2

Beim morgigen Heimspiel (18.30 Uhr) wartet mit dem Tabellen-Zweiten aus Königsborn der ehemalige Löwen-Trainer Frank Gentges auf seine alte Mannschaft. Der feierte diese Woche seinen 49. Geburtstag und wünscht sich kein anderes Geschenk als einen Achtungserfolg nach den bisherigen sechs Niederlagen. Sein Nachfolger Tim Kehler will dies aber mit seinem erfolgshungrigen Team unbedingt verhindern und geht optimistisch von einem weiteren Sechs-Punkte-Wochenende aus: „Wir geben den Platz an der Sonne nicht mehr her, meine Jungs werden auch diese Hürde nicht unterschätzen.“ Nach den Siegen 42 und 43 dürften die sogar auch sicherlich kurzen Faschingsfreuden frönen, wollen es aber nicht übertreiben: „Wir haben ein großes Ziel vor Augen, der Aufstieg in Liga 2 wiegt für uns mehr als das närrische Treiben diese Tage“, sagt der gebürtige Kölner Verteidiger und bekennende „Jeck“ Nico Oprée mit einem weinenden Auge. „Wenn wir alles richtig machen, steigt unsere Party des Jahres nach dem 21. April, da kann der Rosenmontagszug in der Domstadt locker einpacken!“ weiß auch Stürmer Marc Wittfoth, ebenfalls aus Köln, um die Konsequenzen eines erfolgreichen Oster-Montag 2014, dem letzten Spieltag der Aufstiegsrunde.

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